Hunter Biden, Sohn des US-Präsidenten Joe Biden, macht aktuell Schlagzeilen. Der Grund: Sein iCloud-Konto wurde gehackt. In der Folge sind nun Daten seines iPhones und iPads auf 4chan zu sehen, die die Öffentlichkeit empören. Wie genau die Hacker*innen vorgegangen sind, ist noch unklar. Das will nun allerdings der Secret Service herausfinden.

iPhone-Funktion wird zum Verhängnis

Mit iCloud kann man alle Daten vom iPhone in der Cloud sichern. Insbesondere, wenn du dein iPhone mal verlierst, bist du über die Funktion sicher dankbar. Wenn jemand jedoch, wie im Fall Hunter Biden, sich unbefugten Zugriff verschafft, zeigt sich die Kehrseite der Medaille. Mit Tools wie Reincubate kannst du dein iPhone-Backup extrahieren, um es auf dem PC zu sichern oder einem neuen Gerät zu installieren.

Die Verwendung von Reincubate sorgte beim iCloud-Hack von Biden dafür, dass alle Daten von seinem iPhone und iPad nun auf dem Imageboard 4chan zu finden sind. Noch konnten die Daten nicht zweifelsfrei verifiziert werden.

Herangehensweise der Hacker*innen wirft Fragen auf

Das Passwort könnte mit einer sogenannten „Brute-Force-Attacke“ gehackt worden sein. Dabei probiert ein Computer mit hoher Rechenleistung unzählige Passwortkombinationen aus. Als erster Ansatz dient oft Social Engineering, um Passwortkombinationen einzugrenzen. Daher ist es wichtig, dass auch du bei der Auswahl deiner Passwörter keinen Bezug zu dir selber herstellst. Namen und Geburtstage von Verwandten, Haustieren und Co. sind daher tabu, da man diese doch recht einfach ermitteln kann, um einen entsprechenden Algorithmus zu füttern.

Doch wie die Cyberkriminellen um die standardmäßige 2-Faktor-Authentifizierung herumgekommen sind, bleibt vorerst im Verborgenen. Nun soll sich sogar der Secret Service eingeschaltet haben, um den Fall aufzuarbeiten. NBC News berichtet, dass dieser sich, wie typisch für Geheimdienste, bedeckt hält und „keine Aussagen zu potentiellen Ermittlungen“ machen kann.

Hunter Biden-Hack: Nicht das erste Mal, nicht minder empörend

Hunter Biden scheint ein beliebtes Ziel für Cyberkriminelle zu sein. Beim jüngsten iCloud-Hack handelt es sich nicht um das erste Mal, dass private Daten von ihm der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurden. Erst vor zwei Jahren gab Biden seinen Laptop in Reparatur, der dann gestohlen wurde oder verloren ging. Prompt fanden sich die darauf befindlichen Bilder und Videos im Netz. Darunter auch Sexclips und Aufnahmen von Drogenmissbrauch, wie Vice einordnet.

Auch die Daten des iPhone-Hacks empören die Öffentlichkeit. So soll laut der Frankfurter Allgemeine in den Dokumenten zu erkennen sein, dass der Präsidentensohn 30.000 Dollar für Prostituierte ausgegeben hat. Darüber hinaus hat er dabei auch augenscheinlich keine Mühen gescheut. Für „sexuelle Aktivitäten“ reisten Sex-Workerinnen aus New York an, um ihn in Massachusetts zu treffen. Der Transfer der Frauen in einen anderen Bundesstaat kann in den USA durchaus rechtliche Konsequenzen haben.

Willst du das zum Anlass nutzen, um dein iPhone samt iCloud-Account sicherer zu machen, empfehlen wir dir in erster Linie hieb- und stichfeste Anmeldedaten. Expert*innen geben einen ungewöhnlichen Tipp für ein sicheres Passwort.

Quelle: Vice, NBC News, Frankfurter Allgemeine

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