In wenigen Tagen müssen User*innen in den USA, die ein geschäftliches PayPal-Konto nutzen, mehr Geld für Transaktionen zahlen. Der Dienst streicht für entsprechende Accounts zum Ende des Monats die kostenlose Transaktionsmöglichkeit „Freunde & Familie“. Gebühren werden dadurch künftig zum Standard.

PayPal: Nutzer über Neuerung verärgert

Das bevorstehende Update von PayPal trifft wie zu erwarten nicht überall auf Verständnis. Wie eine Geschäftsinhaberin auf Twitter kommentierte, ist es für sie „unglaublich frustrierend“:

„Als Unternehmen werde ich manchmal die geschäftlichen Dienste von Freunden, denen ich vertraue, in Anspruch nehmen und umgekehrt, und nutze dafür die ‚Freunde & Familie‘-Option, um unnötige Gebühren zu vermeiden. Wir zahlen immerhin Steuern.

Es geht nicht um ‚Schutz‘; es ist lediglich eine Methode noch mehr Geld mit Gebühren zu scheffeln.“

Twitter/@KiraBuckland

PayPal hatte angekündigt, dass die „Freunde & Familie“-Option mit Wirkung zum 28. Juli 2022 für Inlandszahlungen an US-amerikanische Geschäftskonten entfernt wird. Alle erhaltenen Gelder werden demnach mit Verkäufergebühren belegt.

Als Begründung für den Schritt nennt PayPal die Abdeckung aller entsprechenden Käufe mit dem sogenannten Käuferschutz, der bei der kostenlosen Option nicht gegeben ist. Geht etwas schief bei der Abwicklung, haben Käufer und Verkäufer die Möglichkeit, die Transaktion zu beanstanden.

Zeitgleiche Änderung der Gebührenstruktur

Unternehmer*innen könnten sich PayPal zufolge ein zusätzliches privates PayPal-Konto einrichten, über das sich Beträge weiterhin kostenlos empfangen lassen. Für rein kommerzielle Zahlungen sei dann das Geschäftskonto da.

Neben der Ankündigung gebührenpflichtiger Transaktionen soll es laut The Verge zur gleichen Zeit zu einer angepassten Kostenstruktur kommen. So zahlen Verkäufer aktuell 2,89 Prozent zuzüglich einer Gebühr von 0,49 Cent pro Transaktion. Ab dem 28. Juli sollen dann pauschal 2,99 Prozent ohne Transaktionskosten fällig sein.

Quellen: PayPal (via Twitter/@KiraBuckland), The Verge

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