Erst vor Kurzem feierte die NASA einen neuen Meilenstein in ihrer Geschichte, als man die ersten Fotos des James-Webb-Teleskops veröffentlichte – sogar US-Präsident Joe Biden ließ es sich nicht nehmen, bei der Enthüllung mitzumischen. Allerdings teilte die US-Raumfahrtbehörde nun mit, dass das Gerät einige Schäden davongetragen hat. Diese lassen sich auch nicht reparieren.

NASA: Schäden am James-Webb-Teleskop

Bereits im Juni hat die NASA eingeräumt, dass das James-Webb-Teleskop von einigen Meteoriten getroffen und dadurch beschädigt wurde. Allerdings hieß es zunächst, dass die Schäden ausgeglichen werden konnten. In einem neuen Dokument räumt man allerdings jetzt ein, dass das Teleskop mehr in Mitleidenschaft gezogen wurde, als bislang bekannt war.

Im Detail haben sogenannte Mikrometeoriten mit den 18 sechseckigen Segmenten der NASA-Entwicklung Kontakt gehabt, mit denen die Belichtung und Aufnahme von Sternenlicht maximiert werden soll. Die meisten Treffer sind aber zu vernachlässigen und haben keine Konsequenzen. Allerdings habe ein Objekt auch ein Spiegelsegment getroffen und für „signifikante, nicht korrigierbare Veränderung“ im Bereich gesorgt, wie die NASA es formuliert.

Gibt es Folgen für das Teleskop?

Die Schäden sind größer als bisher angenommen, doch schwerwiegende, langfristige Folgen für das James-Webb-Teleskop sollten dennoch ausbleiben. Da jedes Segment einzeln verstellbar ist, konnte auch der betroffene Bereich des Teleskops neujustiert werden.

Eine vollständige Reparatur stellt das dennoch nicht dar, sondern lediglich eine Fehlerminimierung: Fünf Mikrometeoriteneinschläge haben für nur einen Nanometer Wellenfrontfehler (auch RMS, für root mean square) gesorgt, doch der sechste hinterließ im entsprechenden Segment auch nach der Korrektur noch einen Fehler von 59 Nanometern RMS. Insgesamt habe sich dadurch der Fehler des gesamten Teleskops um fünf bis zehn Nanometer erhöht.

Damit operiert das James-Webb-Teleskop der NASA nicht mehr im optimalen, aber immerhin noch akzeptablen Bereich. Die Expertinnen und Experten wollen nun Maßnahmen zur Risikoverringerung entwickeln und einsetzen.

Quelle: NASA

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