Mit insgesamt zehn hochentwickelten Kampfjets wollte die Russische Föderation im Ukraine-Krieg kämpfen. Einer von ihnen flog über Altschewsk, eine Großstadt in der Ukraine. Der russische Propagandist Yevgeny Poddubny berichtete am Sonntag, wie der Jet nahe der Stadt in einem mehrminütigen Fall als Feuerball zu Boden fiel. Nun fanden ukrainische Soldat*innen das Wrack und wissen: Sie haben den Jagdbomber nicht abgeschossen. Auch Russland wird dies nicht vorsätzlich getan haben. Daher wird nun eine fehlerhafte Software vermutet.

Ukraine-Krieg: Russland sabotiert sich selbst mit „Friendly Fire“

Die monströse Maschine ist eine von zehn hochentwickelten Kampfjets, die sich in den Händen der Russischen Föderation befinden. Bis zu zwei Personen finden im Cockpit des Suchoi Su-34M Jagdbombers Platz. Durch eine Reichweite mit über 900 Kilometern und einer Tragkraft bis zu 12 Tonnen für Bomben und Raketen verspricht er einen wesentlichen Vorteil im Ukraine-Krieg.

Doch nicht nur im Kampf aus der Luft, sondern auch für die Versorgung der Armee war der Jet äußerst wichtig. Gleich zwei Regimente sollte man damit ausrüsten können, um den Ukraine-Krieg für sich entscheiden zu können, wie Forbes einordnet.

Wie groß ist ein Regiment? Im Militär umfasst je nach Region ein Regiment circa 2.000 bis 3.000 Soldat*innen. Es kann zudem in mehrere Bataillone unterteilt sein.

Ein Video auf Twitter zeigt nun das Wrack des russischen Kampfjets. Schon dort äußerte man die Vermutung, dass der Abschuss der Kriegsmaschinerie durch „Friendly Fire“ verursacht wurde. Damit ist der Abschuss eigener Truppen (oder eben Maschinen) gemeint.

Software-Fehler wahrscheinliche Ursache

Bisher ist die Ursache für die Zerstörung des russischen Kampfjets durch die eigenen Streitkräfte nicht eindeutig geklärt. Man geht allerdings davon aus, dass die Software anderer russischer Luft-Artillerie für den mehrminütigen Absturz in Form einen brennenden Feuerballs gesorgt haben könnte.

Die „Freund-Feind-Erkennung“, kurz IFF (engl. von „Identification Friend or Foe“), ist eigentlich dafür zuständig, dass nicht die eigenen Waffen vom Himmel geholt werden. Doch diese Software scheint nicht immer zuverlässig zu arbeiten, wie dieses Beispiel aus dem Ukraine-Krieg zeigt.

Damit hat Russland nun durch einen Bug ein zehntel seiner neumodernen Kampfjets zerstört. Doch schon davor lieferten diese im Ukraine-Krieg nicht den erträumten Vorteil. Die Russische Föderation war gezwungen die High-Tech-Wunder mit alten Geschossen und Bomben zu beladen, sodass die Zielgenauigkeit enorm darunter zu leiden hatte. Dadurch müssen die Jets tief durch die dichteste ukrainische Luftverteidigung fliegen, was noch ein weiteres Hindernis für ihren Einsatz darstellt.

Allerdings ist durch diesen freudigen Zufall keine Entwarnung zu erwarten. Erst neulich zeigten Satellitenbilder, an welchen Waffen im Ukraine-Krieg Russland aktuell feilen könnte.

Quelle: Forbes; Twitter/@UAWeapons

Seit dem 24. Februar 2022 herrscht Krieg in der Ukraine. Hier kannst du den Betroffenen helfen.

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