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„Prime-Vorteile werden ausgesetzt“: Mitglieder müssen sich auf schlechte Nachrichten einstellen

Wer eines der beliebten Abos hat, muss von Zeit zu Zeit mit Ankündigungen zum eigenen Konto rechnen. Nicht immer steckt dahinter aber Amazon.

Amazon Prime-Logo auf dem handy
Amazon Prime wird im September teurer. © imago images/Panthermedia, amethyststudio [M] via Canva.com

Weltweit gibt es mehr als 200 Millionen Menschen, die sich für eine kostenpflichtige Amazon Prime-Mitgliedschaft entschieden haben. Für Kriminelle ist der Dienst damit besonders attraktiv. Denn die große Nutzer*innenzahl bedeutet auch eine erhöhte Erfolgsquote bei Betrug. Mit zielgerichteten Maschen versuchen sie, einzelne Personen um Daten und Geld zu bringen. Der Verbraucherschutz warnt deshalb regelmäßig.

Amazon-Konto gesperrt oder Prime eingeschränkt? Das ist Betrug

Dem Radar der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein zufolge ist Betrug im Namen von Amazon regelmäßig an der Tagesordnung. Erst am 12. August meldeten die Expert*innen eine gefälschte Benachrichtigung. Darin heißt es, der Zugang zum Konto sei wegen ungewöhnlicher Aktivitäten eingeschränkt worden.

Derartige Phishing-Mails gibt es in verschiedensten Varianten. So gibt es Benachrichtigungen über vermeintliche Abrechnungsprobleme. Deshalb sei das komplette Konto vorübergehend nicht zugänglich:

„Lieber Kunde,

ihr Konto wurde aus Sicherheitsgründen temporär gesperrt.

Wir haben ein Problem mit Ihrem Konto festgestellt, daher müssen sie ihre aktuellen Kontodaten aktualisieren.

Textauszug einer Phishing-Mail für aktuellen Amazon-Betrug

Andere berufen sich auf angeblich offene Beträge, die nicht abgebucht werden konnte. Das führe dann dazu, dass deine Amazon Prime-Vorteile ausgesetzt wurden. Das ist jedoch nicht die einzige Form von Amazon-Betrug, die im Umlauf ist.

„Guten Tag,

Aufgrund eines Problems mit Ihrer Karte konnten wir Ihr Konto nicht mit 11,01 € und den anfallenden Steuern für Ihren nächsten 1 Monat Amazon Prime belasten. Ihre Mitgliedschaftsvorteile sind derzeit ausgesetzt.

Wenn Sie Ihre Karteninformationen nicht innerhalb der nächsten 6 Tage aktualisieren, wird Ihre Amazon Prime-Mitgliedschaft gekündigt. Um weiterhin die Vorteile der Mitgliedschaft zu genießen, besuchen Sie bitte diesen Link, um sich bei Ihrem Prime-Konto anzumelden und Ihre Zahlungsinformationen zu aktualisieren.“

Textauszug einer Phishing-Mail für aktuellen Amazon-Betrug

Alle diese Mails wirken zunächst wie eine gewöhnliche Sicherheitsbenachrichtigung von Amazon. Tatsächlich handelt es sich in der Regel aber um einen Betrugsversuch. Da es keine offiziellen Schreiben des Unternehmens sind, musst du auch nicht reagieren. Geraten wird vielmehr, solche Mails in den Spam-Ordner zu verschieben.

Keine Angst vor Amazon-Betrug: Das kannst du zu deinem Schutz tun

Was die Kriminellen hinter dem Amazon-Betrug wollen, ist eindeutig: Deine Amazon Prime-Zugangsdaten und dein Geld. Hast du die Mail bekommen, musst du aber nicht in Panik verfallen, denn solange du nicht auf den Link klickst und deine Daten preisgibst, passiert dir nichts.

Bist du dir nicht sicher, ob es sich um eine Phishing-Mail für Amazon-Betrug handelt, achte auf die folgenden Merkmalen:

  • Absender: Wirkt er nicht offiziell, nicht darauf reagieren.
  • direkte Kundenansprache: Fehlt dein Name oder ist die Ansprache nur allgemein, nicht darauf reagieren. 
  • Grammatik: Ist sie auffällig fehlerhaft, nicht darauf reagieren.

Hast du bereits auf den Link geklickt, erkennst du meistens an der URL, dass es sich nicht um eine offizielle Seite handelt. Gib hier also keine persönlichen Daten ein.

Wirkliche Amazon Prime-Vorteile: Das steht dir zur Verfügung

Dass dir Amazon die Prime-Vorteile einfach entzieht, wird auf diese Weise nicht passieren. Zahlst du also jeden Monat die Gebühr, stehen dir aktuell oder bald ohne Einschränkung folgende Dinge zu:

Darüber hinaus bietet das Abonnement natürlich noch weit mehr Vorteile. Du kannst dich aber auch leicht davon trennen. Hast du nämlich genug, lässt sich Amazon Prime einfach kündigen.

Quellen: Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein, eigene Recherche

Seit dem 24. Februar 2022 herrscht Krieg in der Ukraine. Hier kannst du den Betroffenen helfen.

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