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Flugmodus: Die wenigsten wissen, warum er wirklich im Flieger nötig ist

Alle deine mobilen Geräte beim Fliegen in den Offlinemodus zu versetzen, ist Pflicht. Um die vermeintlich empfindliche Bordelektronik geht es dabei aber schon lange nicht mehr.

Flugmodus auf dem Handy im Flieger
Nicht alle wissen, wozu der Flugmodus inzwischen dient. © tete_escape - stock.adobe.com

Bevor Urlaubsflieger und Co. überhaupt abheben, sind die Passagiere in der Regel dazu angehalten, auf allen mobilen Geräte den Flugmodus einzuschalten. Angst, dass es sonst zu einer technischem Störung an Bord deines Flugzeugs kommt, musst du aber definitiv nicht haben. Heutzutage hat die Funktion einen ganz anderen Grund.

Was passiert, wenn man den Flugmodus einschaltet?

Dass der Flugmodus einst dafür gedacht war, im Flieger für mehr Sicherheit zu sorgen, bezeugt allein schon sein Name. Grundsätzlich sorgt er dafür, keine Elektronik zu stören, weil er alle dazu fähigen von Handy und Co. ausgehenden Signale abstellt. Bequem ist das vor allem, weil du dadurch nicht die Geräte selbst ausschalten musst, sondern weiter verwenden kannst.

Aktivierst du die Einstellung, kappt sie deine Verbindung zum Mobilfunknetz sowie WLAN, Bluetooth und NFC. Tipp: WLAN und Bluetooth kannst du nach dem Anstellen des Flugmodus wieder einschalten. Sollte es an Bord der Fliegers WLAN geben oder du möchtest Bluetooth-Geräte koppeln, kannst du das nämlich auch im Offlinemodus.

Dafür ist der Flugmodus heute wirklich da

Geht es nicht um empfindliche Funkverbindungen an Bord, stellt sich die Frage nach dem Grund für die weiterhin bestehende Pflichtverwendung. Tatsächlich gibt es mindestens zwei Faktoren, je nachdem, wen man fragt.

Aus der technologischen Perspektive kann es zu Störungen am Boden kommen, erklärt ScienceAlert. Da kabellose Netzwerke durch eine Reihe an Sendetürmen verbunden sind, könnten sich diese überladen, wenn Passagiere, die darüber hinweg fliegen, alle ihre Handys verwenden. Allein 2021 sind mehr als 2,2 Milliarden Menschen geflogen. Und das ist nur die Hälfte der Passagierzahlen aus dem Jahr 2019.

Vor allem die Entwicklung der 5G-Technologie bereitet der Flugbranche dabei Kopfzerbrechen. Das Bandbreitenspektrum entsprechender kabelloser Netzwerke liegt demnach sehr nah an jenem, das für die Luftfahrt reserviert ist. Störungen der Navigationssysteme nahe Flughäfen, die beim Landen assistieren, sind damit nicht ausgeschlossen.

Solange die potenziellen Probleme mit 5G nicht abschließend geklärt sind, ist es vernünftig, weiterhin auf den Flugmodus zu setzen.

Flugmodus gegen aggressive Passagiere

Für den reibungslosen Ablauf an Bord eines Flugzeuges ist der Offlinemodus ebenso notwendig. Würden Dutzende Personen während des Fluges telefonieren, ließen sich die Passagiere beispielsweise deutlich schlechter abfertigen.

Bei unzähligen gleichzeitig geführten Gesprächen stiege zudem das Aggressionspotenzial. Oft entstehen Konflikte, weil sich andere durch lautes Telefonieren gestört fühlen. Auch für Stewardessen und Stewards bedeutet es weniger Stress, gänzlich auf Telefonie an Bord zu verzichten.

Quellen: ScienceAlert

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