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Reichen 64 GB? Wie viel Speicher dein Smartphone wirklich braucht

Auf dem Smartphone-Markt gibt es viele Modelle mit unterschiedlichen Speicherkapazitäten zu verschiedenen Preisen. Aber reichen 64 GB eigentlich? Wir verraten dir, wie viel Speicher du wirklich benötigst.

Person hält Handy mit weißem Bildschirm in Händen.
Reichen 64 GB? Wir sagen dir, wie viel Speicher du brauchst. © sitthiphong / stock.adobe.com

Wer auf der Suche nach einem neuen Smartphone ist, achtet gerne auf die Qualität der Kamera, 5G-Internetmöglichkeit und einen allgemein schnellen Prozessor. Wichtig ist allerdings auch der Speicher. Aber reichen 64 GB? Es gibt mehrere Optionen auf dem Markt und wir sagen dir, wie viel Speicher du wirklich brauchst.

64, 128 oder 256 GB – Welche Speichergrößen gibt es?

Zum Beispiel bei Android-Handys gibt es eine große Auswahl an Herstellern und Modellen in verschiedenen Preisklassen. Damit einher geht besonders bei älteren wie auch günstigeren und mittelpreisigen Exemplaren auch ein geringerer Speicherplatz einher.

Wo deren Ausstattung früher bei 32 GB Speicher anfing, scheint sich die Industrie bei 64 GB als kleinster Wert eingependelt zu haben. Bei den Flaggschiffen der namhaften Konzerne wie zum Beispiel dem Samsung Galaxy S22 gibt es allerdings nur die Optionen ab 128 GB und aufwärts, je nachdem, ob es sich um das Basis- oder um ein noch teureres Modell handelt.

Beim S22 und S22+ musst du dich also zwischen 128 und 256 GB entscheiden. Glaubst du aber mehr zu brauchen, dann müsstest du schon zum S22 Ultra greifen, das auch 512 GB und sogar 1 TB Speicherplatz bietet.

Speicher ist nicht gleich Speicher

Wofür du dich auch entscheiden magst, bei allen Varianten gilt immer das gleiche Prinzip: Die theoretische Speichermenge und die tatsächlich zur Verfügung stehende sind nicht identisch. Ob also bei 64 GB oder 128, von dieser Zahl musst du immer einen bestimmten Anteil für das Betriebssystem an sich abziehen.

Zusätzlich solltest du stets beachten, dein Handy nicht zu sehr mit Datenmengen vollzustopfen – so lässt du einen gewissen Spielraum, damit dein Handy auch einwandfrei funktionieren kann. Bei 128 GB bleiben dir damit etwa 100 GB zur freien Nutzung übrig. Bei einem günstigen 64 GB-Handy fällt das Ergebnis entsprechend noch kleiner aus.

Welcher Speichertyp bist du?

Im Kern kommt es am Ende darauf an, was für ein Nutzungstyp du bist. Zum Beispiel ist eine effektive Speichergröße von 100 GB für die meisten Menschen vermutlich mehr als genug – wie MUO berichtet, kann man bei einer durchschnittlichen Bildgröße von 5 MB 20.000 Fotos speichern. Machst du lieber gerne Videos, könntest du am Beispiel mit 100 GB etwa 16 Stunden Material aufnehmen bei einer Auflösung von 1080p.

Brauchst du aber dein Handy für professionelle Zwecke, weil du ein Content Creator, Gamer oder Gamerin bist oder nutzt du dein Handy ganz allgemein sehr viel, wirst du dementsprechend mehr Speicher benötigen. Ein Extrembeispiel wäre: Mittlerweile werden vereinzelt ganze Kinofilme mit dem Handy gedreht – „Unsane“ aus dem Jahr 2018 wurde überwiegend mit dem iPhone 7 gedreht.

Bei Letzterem Beispiel käme die 1 TB-Variante in Frage und auch nur dann. Wenn du also nicht gerade permanent lange Videos in 4K-Auflösung aufnimmst, oder Filme und Serien herunterlädst, dann wirst du auch mit weit weniger Platz auskommen.

Viel Speicher für das reine Gewissen und als Investition für die Zukunft

Ein Faktor bei dieser Entscheidung könnte aber auch einfach dein eigenes Gewissen sein: Solltest du vielleicht bemerken, dass du dir ständig Gedanken darüber machst, ob das nächste Bild oder Video überhaupt auf dein Handy passt, wird besonders viel Speicherplatz diese Sorge verschwinden lassen. Auch die Notwendigkeit, Dateien zwischendurch zu löschen, wird entweder aufgeschoben oder entfällt sogar gänzlich.

Speicherplatz jenseits der 128 GB ist außerdem nützlich, um dein Handy für die Zukunft zu wappnen. Das gilt natürlich, wenn du vorhast, dein Gerät möglichst lange zu behalten und nicht etwa jährlich, sondern vielleicht nur alle vier bis fünf Jahre zu ersetzen.

Vor dem Handykauf: Schau noch mal genau auf dein altes

Vermutlich wirst du intuitiv dazu tendieren, einfach von vornherein mehr Speicherplatz kaufen zu wollen, um auf der sicheren Seite zu sein. Das ist aber oftmals nicht nötig und kostet dich nur unnötig mehr Geld.

Ein guter Tipp ist von daher: Schau auf dein altes Smartphone. Überprüfe, wie viel Speicherplatz du auf diesem verbraucht hast. Wenn du nicht gerade vorhast, dein Leben und damit dein Nutzungsverhalten dramatisch zu verändern, wirst du sehr wahrscheinlich eine ähnliche Menge an Volumen verbrauchen. Hast du aber schon zuvor Probleme bekommen, solltest du dir jetzt auch ein Upgrade beschaffen.

Muss es unbedingt das Flaggschiff sein?

Zu guter Letzt seit auf die allgemeine Veröffentlichungspolitik vieler namhafter Hersteller hingewiesen. Denn anders als noch vor einigen Jahren gehört es nicht mehr zum Standard, neuen Smartphones die Möglichkeit der Speichererweiterung in Form von microSD-Kartenslots mitzugeben.

Insbesondere bei den ganz großen Modellen entfällt diese Option, lediglich bei den abgespeckten Produktreihen mit entsprechend weniger Speicher gibt es das noch. Wenn du aber wirklich das neue Galaxy S22 oder iPhone 14 kaufen möchtest und du dir aber Gedanken über den Speicher machst, müsstest du gleich für viel mehr Geld das Premium-Flaggschiff kaufen. Statt also etwa 20 Euro für eine Speicherkarte zu investieren, würdest du in dem Fall gleich mehrere hundert Euro zusätzlich ausgeben. Ob nun 64 GB wirklich reichen? Das liegt ganz bei dir.

Quellen: MUO, eigene Recherche

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