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Russland: Bilder riesiger Waffe aufgetaucht – „Satan“

Sie ist 37 Meter lang, wiegt 211 Tonnen und hat eine massive Zerstörungskraft. Den Beinnamen „Satan“ hat das russische Geschoss nicht umsonst.

© Tomas Ragina - stock.adobe.com

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Atomraketen können ganze Landstriche mit einem Schlag auslöschen und die umliegenden Gebiete mit todbringender Strahlung über Jahrzehnte verseuchen. Nicht umsonst fasste Robert Oppenheimer, der „Vater der Atombombe“, seine erfolgreiche Entwicklung der ersten Wasserstoffbombe mit diesem düsteren Zitat zusammen: „Jetzt bin ich zum Tod geworden, der Zerstörer der Welten.“ Auch Russland gehört zu den wenigen Atommächten aus dieser Welt und teilte nun Aufnahmen ihrer riesigen Atomwaffe R-36M2 im russischen Staatsfernsehen. Und es ist mehr als die schiere Größe, die ihr den Beinnamen „Satan“ einhandelt.

Russland: „Satan“ im TV präsentiert

Die Nuklearwaffe aus Russland lautet auf den offiziellen Namen R-36M2. Am 20. November teilte der Militär Dmitry Kornev erstmalig ein Bild des gewaltigen Kolosses, nachdem Videomaterial im russischen Staatsfernsehen gezeigt wurde:

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Zu sehen ist „Satan“ samt ihrer vierzehn Sprengköpfe. Die Nuklearwaffe misst eine Länge von 37 Metern und wiegt ganze 211 Tonnen. Sie ist so entwickelt, dass sie vom Boden aus startet, die Atmosphäre umkreist und dann direkten Kurs auf das von Russland auserkorene Ziel nimmt.

Zurschaustellung gegenüber der Welt

Allerdings wird „Satan“ vermutlich nicht gezündet, auch wenn es zu einer Eskalation bestehender oder künftiger Konflikte kommt. Das liegt jedoch daran, dass die Waffe aus Russland bereits einen noch gewaltigeren Nachfolger hat. Dmitry Kornev ordnet ein, dass man bereits im April diesen Jahres die Ablösung von „Satan“ durch die ballistische Interkontinentalrakete RS-28 Sarmat in Russland durchführte.

Diese erhält von der NATO nicht umsonst den Beinamen „Satan 2“, wie vice erklärt. Auch wenn bisher wenige Details über die RS-28 Sarmat bekannt sind, prahlte Putin bereits im Jahr 2018 mit der zerstörerischen Feuerkraft, die man sich für künftige Atomwaffentests vornahm.

In einer Computersimulation wurde gezeigt, wie „Satan 2“ mit Leichtigkeit das 35-Tausend-Haktar Gebiet Mar-a-Lago dem Erdboden gleich machen könnte (via vice). 2018 gehörte das dazugehörige Anwesen dem damaligen US-Präsidenten Donald Trump.

Laut Informationen, die The Telegraph vorliegen, soll „Satan 2“ mindestens 10 Atomsprengköpfe fassen können und Abfangmaßnahmen aus der Luft leicht entgehen können.

Chronologie und Weltpolitik

Der deutsch-jüdische Physiker Robert Oppenheimer galt während des zweiten Weltkrieges als wissenschaftlicher Leiter des Manhattan-Projekt. Das Ziel: die Entwicklung der ersten Atombombe. Die Konstruktion gelang dem Physiker auch, jedoch sprach er sich später selbst gegen den Bau der Monstrosität aus.

Nichtsdestotrotz führte man in den USA im Juli 1945 die ersten Atomwaffentests durch. Im August desselben Jahres trafen zwei Atombomben die japanischen Städte Hiroshima und Nagasaki.

Heute gelten Russland, die Vereinigten Staaten, Großbritannien und China als Atommächte. Aktuell verschärften sich die politischen Spannungen der beiden erstgenannten wieder – unter anderem durch den gegenwärtig wütenden Ukraine-Krieg. Russlands Präsident Vladimir Putin drohte in diesem Zusammenhang bereits mit einem Atomschlag, wie der ZDF berichtete.

Quelle: vice, eigene Recherche, ZDF, The Telegraph

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