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iOS-Update: Fundamentale Änderung für iPhones kommt – das passiert am 07. März

Ein größeres iOS-Update 2023 bedeutet eine entscheidende Veränderung auf iPad und iPhone. Apple geht diesen Schritt unfreiwillig.

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Eine Folgeversion von iOS 17 wird eine grundlegende Änderung fürs iPhone bringen. Diese Anpassung passieren unfreiwillig und trotz eingehender Warnungen. Doch für Nutzerinnen und Nutzer bedeutet sie mehr Freiheit.

iOS 17-Folgeversion beendet exklusiven App Store

Anders als bei Android-Handys lassen sich Anwendungen für das iPhone nur aus dem exklusiven App Store von Apple laden. Dort unterliegen die Apps genausten Prüfungen. Viele Entwicklungen, über die sich Android-User freuen, gibt es daher für das Apple-Smartphone gar nicht erst.

Die hohen Richtlinien sorgen auf der anderen Seite auch dafür, dass Meldungen über verseuchte Handy-Apps häufig nur den Android-Kosmos betreffen. Dort gelangen die ungeprüften, gefährlichen Anwendungen etwa durch den überladenen Google Play Store, Drittanbieter-App-Stores oder sogenanntes Sideloading auf den Geräten. Doch mit einer neuen Version von iOS 17 konnte sich das nun ändern – spätestens jedenfalls am 07. März 2024.

Apple muss sich Europäischer Union beugen

So soll mit einem iOS 17-Update das Herunterladen von Apps aus dem Netz (Sideloading) oder über Drittanbieter Stores (wie dem Google Play Store) möglich sein. Das Gesetz für Digitale Märkte, das Apple diesen Schritt vorschreibt, setzte die letzte Frist für den Konzern auf den 07. März, wie der Spiegel berichtet. Dieses beinhaltet „Regeln für digitale Torwächter, um offene Märkte zu gewährleisten“, wie es in einer Pressemitteilung der Europäischen Kommission heißt.

Die Exklusivität des Apple App Stores wird also in dem Zuge beendet, da dies aktuell auf iPhone und iPad genau für den Fall des „digitalen Torwächters“ sorgt – also andere Wettbewerber (andere App Stores und Entwickler*innen) ausschließt. Dem Apple Analysten Mark Gurman zufolge (via The Verge) bereitete man schon bereits im Zusammenhang mit der Entwicklung von iOS 17 die notwendigen Softwareanpassungen dafür vor.

Apple sucht Schlupfloch für Schutz von iPhone und iPad

Apple geht diesen Schritt eher unfreiwillig. Immerhin wehrt sich der Konzern seit Jahren insbesondere gegen das Sideloading von Apps für das iPhone (und iPad). Man sieht darin ein zu hohes Sicherheitsrisiko für Anwender*innen. So zitiert beispielsweise Winfuture den Apple-Chef Tim Cook mit diesen eindringlichen Worten:

„Das [Sideloading] würde die Sicherheit des iPhones und eine Menge der Datenschutzinitiativen zerstören, die wir in den App Store eingebaut haben, wo wir Datenschutz-Kennzeichnungen und App-Tracking-Transparenz haben. Diese Dinge würden nicht mehr existieren“

Tim Cook

Als Kompromiss erwägt der iPhone-Konzern jedoch, dass man auch Apps außerhalb des App Stores verifizieren möchte, sodass Userinnen und User dennoch geschützt sind.

Vorteile für iPhone-User*innen

Auf der anderen Seite profitieren iPhone-User*innen sowie jene, die Apps entwickeln massiv von der Änderung. Schließlich sorgte eine weitere Regelung im Zusammenhang mit diesem Thema dafür, dass beispielsweise Fortnite nicht mehr im App Store verfügbar ist, erklärt die GB-News. Apple erhebt vergleichsweise hohe Gebühren für Entwickler*innen – auch bei In-App-Käufen können bis zu 30 Prozent fällig sein.

Schließlich schreibt der App Store vor, dass alles über Apples Zahlungssystem zu erfolgen hat. Mit den neuen Regelungen ab 07. März wäre nicht nur das Herunterladen von Apps aus anderen Quellen möglich. Darüber hinaus müsste Apple auch Kulanz für andere Zahlungsmethoden im App Store sowie innerhalb von Apps werden. Erfolgt eine Abwicklung von In-App-Käufen etwa über PayPal, können Entwickler*innen enorme Kosten einsparen. Im Optimalfall hat das positive Auswirkungen auf die Qualität.

Quelle: Spiegel, Europäische Kommission, The Verge, Winfuture, GB-News

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