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Was ist ChatGPT? Komplexes KI-Tool einfach erklärt: Wie du es selbst nutzt und was es dir bringt

Was ist ChatGPT? Wir erklären dir, worum es sich genau handelt und wie du das Tool selbst verwenden kannst.

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5 neue Technologien, die unsere Welt verändern werden

Unsere Welt entwickelt sich rasant weiter – in den letzten zwanzig Jahren mehr als je zuvor. Und in den kommenden Jahrzehnten könnte sich unser Leben noch einmal drastisch verändern. 5 neue Technologien sprechen dafür.

Was ist eigentlich ChatGPT? Die künstliche Intelligenz wird immer populärer. Kannst du so gar nichts damit anfangen oder interessierst dich einfach nur stärker für das Thema, beantworten wir dir im Folgenden einige brennende Fragen.

Was ist ChatGPT?

Die Artificial intelligence, abgekürzt einfach nur AI, ist auf dem Vormarsch: Völlig gleich, in welchem Bereich unseres alltäglichen Lebens, immer mehr greift sie uns bei der Bewältigung dessen unter die Arme. Dabei übernimmt sie mal mehr, mal weniger spannende Aufgaben und gerade im kreativen Bereich stoßen sogenannte AI-Apps wie Wonder, Midjourney und Co. auf Begeisterung – aber auch Kritik. Um eine ähnliche Anwendung geht es auch bei ChatGTP und wir erklären, was das ist.

Bei ChatGPT, dem Generative Pre-Trained Transformer, handelt es sich streng genommen um ein von OpenAI schon im Jahre 2018 entwickeltes, natürliches Sprachverarbeitungsmodell. Seine Grundfunktionen liegen darin, Menschen ein „Gespräch“ mit einem Computer führen, sich generische Texte schreiben oder Fragen beantworten zu lassen. ChatGPT ist grundlegend also ein KI-basierter Chatbot, wie wir ihn bereits von Kundensupport-Hotlines oder automatisierten FAQs kennen.

Auch interessant: Was ist eine künstliche Intelligenz oder kurz KI?

Allerdings gibt es dabei einen gehörigen Unterschied: Statt der teilweise frustrierenden, automatisierten Antworten eines einfachen Chatbots, hebt sich ChatGPT mit cleveren Fähigkeiten von seiner simplen Konkurrenz ab. Er beantwortet Rückfragen und korrigiert Grammatik, fasst komplexe Texte einfach zusammen oder übersetzt sie, nutzt Emojis, um sich besser auszudrücken und findet Fehler in Programmiersprachen wie Python. Und: ChatGPT schreibt dir sogar im Handumdrehen Texte über ein Thema, das du selbst gewählt hast.

Wie funktioniert die künstliche Intelligenz?

ChatGPT funktioniert, wie du vielleicht bereits festgestellt hast, auf der Basis von Dialogen. Er versteht menschliche Sprache und versucht in einer ähnlichen Sprache Rede und Antwort zu stehen. Eine Grundlage bietet dabei das GPT-3-Sprachmodell von OpenAI, das sich an der Deep-Learning-Technologie orientiert. Dabei werden Algorithmen aus verschiedenen, mit riesigen Datenmengen gespeisten, Netzwerken trainiert, um sein Feld an möglichen Antworten zu verbreitern, aber auch die Qualität der einzelnen Antworten immer weiter zu steigern.

ChatGPT versteht mehrere Sprachen, weshalb es kein Problem ist, ihn auch auf Deutsch zu verwenden. Am präzisesten funktioniert es jedoch, wenn du dich der englischen Sprache bemächtigst. Apropos: Natürlich solltest du nicht jedes Wort, was der Bot dir ausspuckt, direkt für bare Münze nehmen. Sogar die Entwickler warnen vor falschen Informationen, die dir möglicherweise ausgespielt werden. Außerdem kann es vorkommen, dass sich ChatGPT nicht immer politisch korrekt antwortet, je nachdem, mit welchen Fragen man ihn füttert.

Ist das Tool kostenlos?

Zum aktuellen Zeitpunkt ist die Verwendung von ChatGPT komplett kostenfrei. So erhofft sich das dahinterstehende Unternehmen, erst einmal etwas positive Reputation in der breiten Masse zu sammeln, aber auch, um durch die riesige Menge an Nutzerdaten noch weitere Optimierungen vornehmen zu können.

So kannst du ChatGPT selbst verwenden

Willst du einmal den Selbstversuch wagen und mit ChatGPT einen Text zusammenfassen, ihn übersetzen oder etwas völlig Eigenes von der KI schreiben lassen? Dann ist das natürlich gar kein Problem und wir zeigen dir folglich, wie es funktioniert:

  1. Erstelle zunächst einen kostenlosen OpenAI-Account auf der entsprechenden Webseite des Anbieters.
  2. E-Mail-Adresse, Passwort sowie Telefonnummer hinterlegt und schon kann es losgehen. Auch über einen Google- oder einen Microsoft-Account ist eine Anmeldung möglich.
  3. Bestätige deinen Account mit dem Code, der dir über deine Telefonnummer als SMS zugesandt wurde.

Nach der Anmeldung entscheidest du dich dafür, was du mit dem ChatGPT überhaupt vorhast. Stelle ihm beispielsweise eine Frage, lass dir einen Witz erzählen oder gib dem Bot einen anderen Befehl, um mit ihm warm zu werden. Aber auch, wenn du direkt in die Vollen gehen willst, ist das kein Problem. Im simplen Dashboard des Tools findest du dich schnell zurecht und deine Fragen schreibst du ganz einfach in das große Eingabefeld am unteren Ende der Seite.

Künstliche Intelligenz in der Kritik

Während du mit ChatGTP sogar Meinungsartikel oder Leitfaden schreiben lassen kannst, nehmen KIs wie Midjourney oder Wonder AI Menschen, die mit künstlerischen Darstellungen oder dem Kreieren von Bannern, Logos oder anderen Grafiken ihr Geld verdienen, natürlich ein gewisses Maß an Arbeit ab.

Doch nicht nur das: Gerade die Meinungen und Befehle, die ihre Nutzer oder gar die Entwickler einer KI geben, kann zu gefährlichen Ergebnissen führen. Fragst du ChatGTP beispielsweise, wer das Duell zwischen Android und iOS gewinnt, bekommst du eine recht eindeutige Antwort darauf, die nicht unbedingt frei von Vorurteilen ist.

Lesetipp: Die Zukunft des Journalismus steckt in Algorithmen

Dennoch dürften KIs wie Midjourney, Wonder oder aber auch ChatGTP das menschliche Bewusstsein beim Zeichnen von Bildern oder dem Schreiben von Texten ersetzen. Immerhin bringt der Mensch eine völlig andere Art, Probleme zu erkennen und zu lösen, sowie ein individuelles Verständnis von Moral und Ethik mit – ganz im Gegensatz zu den Bots.

Außerdem schaffen sie es nicht, Gefühle und Meinungen frei und auf menschliche Art zu transportieren. Ob uns in der Zukunft wirklich die technologische Singularität erwartet, oder ob es sich dabei nur um einen fernen Sci-Fi-Spuk handelt, klären wir an anderer Stelle.

Quellen: eigene Recherche, OpenAI

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