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Microsoft: Fast 3.000 Server allein in Deutschland gefährdet – das steckt dahinter

Zigtausende alte Exchange-Server von Microsoft sind immer noch in Betrieb, obwohl sie keine Updates mehr erhalten. Das stellt ein erhöhtes Sicherheitsrisiko dar.

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In der heutigen digitalen Welt funktioniert einfach kaum noch etwas ohne regelmäßige Software-Updates. Mit derlei Aktualisierungen bringen Entwickler neue Funktionen auf die entsprechende Hardware und, noch viel wichtiger, sorgen für mehr Sicherheit. Vor diesem Hintergrund kann man deshalb nur von blankem Horror sprechen, dass zahlreiche alte Server von Microsoft weltweit immer noch in Betrieb sind.

Microsoft: Alte Exchange-Server vielfach in Betrieb

Die Profis von Bleeping Computer haben sich mit dem japanischen Sicherheitsforscher Yutaka Sejiyama zusammengetan und herausgefunden, dass etwas mehr als 30.000 alte Exchange-Server von Microsoft immer noch in Betrieb sind und über das öffentliche Internet ganz einfach erreicht werden können. Ein Blick auf den Internet-Scanner von ShadowServer mit entsprechend eingestelltem Filter verrät, dass davon alleine fast 3.000 auf Deutschland entfallen.

Hierbei handelt es sich um eine E-Mail-Software des Windows-Herstellers, die seit 1996 speziell für die zentrale Ablage und Organisation von Nachrichten, Terminen und mehr fungiert und seit einigen Jahren mittels Outlook funktioniert.

Dem Bericht zufolge gebe es eine Vielzahl an Servern, die noch von 2007 sein sollen und die Microsoft schon seit einiger Zeit nicht mehr mit Updates versorgt. Aber auch Server von 2010 und 2013 ohne Support gibt es noch. Das heißt, dass sie schon seit längerer Zeit sicherheitstechnisch nicht auf dem neuesten Stand sind. Dadurch sind sie für viele verschiedene Gefahren offen.

Auch gut zu wissen: Der Windows-Hersteller bietet jede Menge nützliche Produkte an, die dir im Alltag sehr behilflich sein können. Deswegen könnte sich die Einrichtung eines eigenen Profils lohnen. Wir sagen dir, wie du ein Microsoft-Konto erstellst.

Hacker könnten Schadcode ausführen

Seit April dieses Jahres soll die Zahl der veralteten Microsoft-Server durch neue Updates immerhin um 18 Prozent gesunken sein – vorher waren es knapp 44.000. Trotzdem bleiben zu viele gefährdet. Zu den möglichen Angriffen führen die Sicherheitsprofis unter anderem Schadcodeausführungen per Fernzugriff aus. Darunter sollen sich auch kritische Varianten befinden, die sich mit weniger schädlichen Fehlern verknüpfen lassen, um so die Server zu hacken.

Selbst wenn Unternehmen mit alten Exchange-Servern von Microsoft arbeiten und andere oder eigene Sicherheitsmaßnahmen implementiert haben, reichen diese nicht aus. Die Priorisierung von neuen Updates sollte von daher Priorität haben. Da es unter anderem um E-Mails geht, könnten sonst sensible Informationen von Unbekannten eingesehen werden.

Quellen: Bleeping Computer, ShadowServer

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