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Amazon Alexa: Jeff Bezos macht große Ankündigung – sie klingt wie eine Drohung

Wenn sich der Gründer persönlich zu Wort meldet, muss etwas Großes im Gange sein. Im Falle der digitalen Assistentin bedeutet das allerdings nicht unbedingt nur Vorteile für Nutzerinnen und Nutzer.

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Alexa reagiert nicht mehr auf deine Stimme? Das kann drei Gründe haben.

Schon seit einigen Jahren sind Amazons Alexa und Geräte wie die smarten Echo-Lautsprecher fester Bestandteil vieler deutscher Haushalte. Immer wieder werden beide Produkte natürlich auch verbessert, um technologisch mitzuhalten. Jeff Bezos gab kürzlich die nächste Weiterentwicklung bekannt.

Amazon Alexa: Das plant Bezos´ Unternehmen

Wie Yahoo Finance berichtet, erklärte Amazon-Gründer Jeff Bezos in einem Interview mit dem Podcaster Lex Fridman: „Wir haben Alexa und Echo, und Alexa hat Hunderte von Millionen installierter Geräte,[…]. Es gibt also überall Alexa, und wissen Sie was? Alexa wird bald noch viel intelligenter werden.“

Was wahrscheinlich eine gute Nachricht sein soll, klingt auch wie eine Drohung. Immerhin wissen Lautsprecher und Sprachassistenz bereits sehr viel über ihre Nutzerschaft und ihr Verhalten. Mit den Plänen von Bezos, Künstliche Intelligenz (KI) noch tiefer in Alexa zu integrieren, könnte auch die Balance zwischen Nutzen und Schutz sensibler Informationen aus dem Ruder geraten.

Amazons Alexa hat in der Vergangenheit ein beträchtliches Wachstum erlebt. Weltweit sind inzwischen mehr als 400 Millionen Smart-Home-Geräte mit der Assistentin verknüpft (Stand: September 2023), so Yahoo Finance weiter. Und das, obwohl Alexa trotz ihrer Beliebtheit ein Verlustgeschäft für Amazon war, das im letzten Jahr ein Minus von 10 Milliarden Dollar einbrachte.

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Das könnte problematisch werden

Um ihre Fähigkeiten zu verbessern, arbeitet Amazon an einer kostenpflichtigen Version von Alexa, die mehr KI-Funktionen enthält und darauf abzielt, sie zu einer „konversationelleren und personalisierten Technologie der künstlichen Intelligenz“ zu machen. Dieser Schritt zeigt aber auch Amazons Strategie, Alexa noch stärker in das tägliche Leben der Nutzerschaft zu integrieren.

Die Sprachassistenz soll demnach zu einem unentbehrlichen Begleiter werden, der nicht nur auf Befehle reagiert, sondern die Bedürfnisse der Nutzerinnen und Nutzer geradezu vorhersieht. Das Problem: Die Bequemlichkeit, die diese Fähigkeiten versprechen, geht mit einem großen Nachteil einher – der möglichen Beeinträchtigung der Privatsphäre.

Von der Überwachung von Gesprächen bis zum Wissen über Wohnungsgrundrisse könnte Amazon künftig womöglich in das alltägliche Leben, die Gewohnheiten und Routinen von Personen Einblick bekommen. Je mehr Künstliche Intelligenz und Haushaltsgeräte miteinander verknüpft sind, desto mehr Fragen stellen sich zumindest, wie diese Technologien die persönliche Privatsphäre beeinflussen können.

Quellen: Yahoo Finance

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