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Elektroautos: Ford-Chef warnt vor Chinas Autobauern

Gegen die erstarkende Konkurrenz aus China erhofft sich Ford Hilfe von einer neuen Partnerschaft. Diese ist bislang aber nicht in trockenen Tüchern.

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Elektroautos für unter 18-Jährige // IMTEST

Noch keine 18 Jahre alt aber Lust auf Mobilität? Mit diesen kleinen Elektroautos ist das möglich.

Ford-CEO Jim Farley hat kürzlich öffentlich erklärt, dass er chinesische Hersteller von Elektroautos als Hauptkonkurrenten des Automobilriesen betrachte. Farley machte diese Aussage auf dem Morgan Stanley Sustainable Finance Summit am vergangenen Donnerstag und löste damit eine heftige Diskussion in der Autoindustrie aus.

Elektroautos: China hat die Nase vorn

Farley betonte die wichtige Rolle Chinas, dem größten Automarkt der Welt, bei der Produktion von Elektrofahrzeugen und der Batterietechnologie. Er wies darauf hin, dass chinesische Hersteller wie BYD, Geely, Great Wall, Changan und SAIC die „Gewinner“ unter ihren Konkurrenten sind, was eine große Herausforderung für andere globale Automobilhersteller darstellt.

Um mit chinesischen Autoherstellern konkurrieren zu können, brauche Ford eine unverwechselbare Marke und niedrigere Kosten. Der Wettbewerb über die Kosten sei jedoch ein steiler Weg, wenn das Unternehmen „fünfmal so groß ist wie das eigene“, zitiert Automotive News. „Die Europäer haben [chinesische Autohersteller] reingelassen – und jetzt verkaufen sie in großen Mengen [Elektroautos] in Europa.“

Ford will mit CATL anbandeln

Um dieser Herausforderung zu begegnen, hat Ford zugesagt, 3,5 Milliarden Dollar in die Errichtung eines Werks für Batterien in Michigan zu investieren. Dabei soll die Technologie des chinesischen Partners CATL zum Einsatz kommen, um die Batteriekosten zu senken.

Die endgültige Entscheidung über die Ford-CATL-Partnerschaft für Elektroautos liegt in den Händen des US-Finanzministeriums. „Wir haben hier in den USA eine Entscheidung zu treffen“, so Farley. „Wenn eine Batterie, die ihre Technologie in den USA lokalisiert, in die Politik verwickelt wird, dann weiß man, dass der Kunde wirklich auf die Nase fallen wird.

In der Zwischenzeit reiste General Motors CEO Mary Barra zum ersten Mal seit dem Ausbruch der Pandemie nach China, um die rückläufigen Verkaufszahlen von GM in dem Land anzusprechen. Auch Ford kämpft seit Jahren mit Absatzrückgängen in China und hat Umstrukturierungsmaßnahmen eingeleitet, um diesen Trend umzukehren.

Quelle: Automotive News

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