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Geldabheben bei Sparkasse, Volksbank und Co.: Das sollten Kunden jetzt wissen

Offizielle Statistiken zeigen, dass Geldautomaten von Sparkasse und Co. wieder zunehmend von Kriminellen manipuliert werden.

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Wie Zahlen aus dem vergangenen Jahr belegen, sind die Fälle in denen Geldautomaten von Sparkasse, Volksbank und anderen Finanzinstituten aus kriminellem Antrieb heraus zerstört oder mit Spionagegeräte versehen wurden, wieder deutlich angestiegen. Kundinnen und Kunden sollten deshalb genau darüber Bescheid wissen.

Geldautomat: Sparkasse warnt vor Cash Trapping

Wie die Bank auf einer entsprechenden Seite erklärt, ist das sogenannte Cash Trapping eine Methode, über die Kriminelle versuchen, direkt am Geldautomaten von Sparkasse und Co. abgehobenes Bargeld abzufangen. Dabei bringen sie eine Verblendung am Auswurf an, die sich nicht öffnet, wenn Geldscheine ausgegeben werden.

Für Kund*innen sieht es so aus als wäre der Geldautomat kaputt. Tatsächlich liegen die Scheine aber hinter der Blende versteckt im vorgesehenen Fach. Dort ist Klebefolie angebracht, damit das Geld nicht wieder eingezogen werden kann, wie es üblicherweise der Fall ist. Kriminelle können es so später einfach abholen.

Bei dieser Masche hört Betrug am Geldautomaten von Sparkasse und Co. allerdings nicht auf. Davor warnt auch die Polizei. Denn neben dem Cash Trapping kommt es auch oft zum Skimming. Dadurch können sowohl PIN-Nummer als auch die Kartendaten ausgelesen und in Erfahrung gebracht werden.

Das passiert beim Skimming

„Beim Skimming […] bringen die Täter ein eigenes Kartenlesegerät oder sogar eine ganze Frontplatte an dem Automaten an. Diese gefälschten Bauteile sind dem Original so gut nachempfunden, dass man als Kunde den Unterschied nicht bemerkt. Zusätzlich wird eine Mini-Kamera über dem Tastenfeld installiert. Hebt ein Kunde mit seiner Bankkarte Geld ab, werden die Kontodaten über den Magnetstreifen ausgelesen und entweder auf dem Kartenlesegerät gespeichert oder direkt per Funk an die Datendiebe weitergeleitet.

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Zugriffe auf Geldautomaten nehmen zu

Wie das Bundeskriminalamt berichtet, haben die Angriffe auf und Manipulationen von Geldautomaten 2022 im Vergleich zum Vorjahr deutlich zugenommen. So stieg die Zahl der Skimming-Angriffe um 263,5 Prozent. Dabei ist zu bedenken, dass die „Fallzahlen erstmalig aus mehreren Quellen erhoben“ wurden und der starke Anstieg daher zu relativieren ist.

Daneben gibt die Zahl der Sprengungen von Geldautomaten Anlass zur Sorge. Diese stieg 2022 um 26,5 Prozent. Dabei handelt es sich laut der Kriminalbehörde sogar um „neue Höchststände“ sowie eine „neue Qualität der Taten durch Gewaltanwendung gegenüber Dritten“.

Wer also am Geldautomaten, egal ob bei der Sparkasse oder einer anderen Bank, Bargeld abhebt, sollte zunächst darauf achten, ob untypische Bestandteile oder kameraähnliche Anbringungen vorhanden sind. Öffnet sich die Auswurfklappe nicht, kann es zwar durchaus ein echter Fehler am Gerät sein. Dann zumindest sollte jedoch eine Fehlermeldung auf dem Bildschirm erscheinen. In beiden Fällen ist es ratsam, sich direkt an Mitarbeitende des Instituts oder die Polizei zu wenden.

Quellen: Sparkasse, Polizei-dein-Partner.de, Bundeskriminalamt

Seit dem 24. Februar 2022 herrscht Krieg in der Ukraine. Hier kannst du den Betroffenen helfen.

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