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Tesla: Produktion in Grünheide wegen Attacken eingestellt

Angriffe im Roten Meer zwingen das Unternehmen dazu, die Fertigung seiner Elektroautos in Brandenburg größtenteils auszusetzen. Sie soll für zwei Wochen stillstehen.

© Tobias Arhelger - stock.adobe.com

Tesla

Elektroauto-Hersteller Tesla kann mehr als nur gewöhnliche Fahrzeuge.Zwar ist Elon Musks Unternehmen vor allem dafür bekannt.Seit geraumer Zeit versucht sich der Konzern aber auch immer wieder an verrückten, revolutionären Ideen.

Fehlende Bauteile aufgrund verschobener Transportrouten zwingen Tesla in Grünheide dazu, die Produktion in der dortigen Gigafactory für die nächsten zwei Wochen fast komplett ruhen zu lassen. Die Probleme beruhen auf dem Konflikt am Roten Meer, der sich derzeit weiter zuspitzt.

Tesla (Gründheide): Krise legt Lieferketten lahm

„Die kriegerischen Auseinandersetzungen im Roten Meer und die damit verbundenen Verschiebungen der Transportrouten zwischen Europa und Asien über das Kap der Guten Hoffnung wirken sich auch auf die Produktion in Grünheide aus. Durch die erheblich längeren Transportzeiten entsteht eine Lücke in den Lieferketten“, hatte Tesla am Donnerstagabend erklärt (via Tagesschau).

Im Zeitraum vom 29. Januar bis 11. Februar sehe man sich deshalb dazu genötigt, die Fahrzeugfertigung in Grünheide (Berlin-Brandenburg) einzustellen. Einzige Ausnahme seien einige wenige Teilbereiche. Ab dem 12. Februar plant Tesla, die Produktion wieder vollständig aufzunehmen.
 
Damit ist der US-amerikanische Elektroautohersteller laut der Nachrichtenagentur Reuters das erste Unternehmen, das eine Lücke in der Fertigung aufgrund des Konflikts bekannt gibt. Der teilweise Produktionsstopp ist ein Beweis dafür, dass die Krise im Roten Meer auch Europas größte Wirtschaft getroffen hat.

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Das steckt hinter den Konflikten

Ausgelöst wurde die Krise im Roten Meer von den vom Iran unterstützten Huthi-Militanten. Diese greifen aus Solidarität mit der palästinensischen Islamistengruppe Hamas, die im Gazastreifen gegen Israel kämpft, Handelsschiffe an. Als Reaktion haben die USA und Großbritannien Stellungen der Miliz im Jemen angegriffen, wie die Tagesschau berichtet.

In einer schriftlichen Stellungnahme des US-Präsidenten Joe Biden teilte das Weiße Haus demnach mit, man habe „erfolgreich“ Ziele der Gruppe bombardiert. Angriffe auf Schiffe im Roten Meer werde man weiterhin „nicht tolerieren“, so die Mitteilung.

Quellen: Tagesschau, Reuters

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