Bereits im Jahr 2019 wurde „Overwatch 2“ auf Blizzard Entertainments hauseigener Messe, der Blizzcon, vorgestellt. Seitdem wurde es vergleichsweise ruhig um den mit Spannung erwarteten zweiten Teil des Team-Shooters. Bis zuletzt, denn mittlerweile haben wir ein offizielles Release-Datum bekommen. Schon im Herbst diesen Jahres soll der Titel erscheinen und wir verraten dir im Folgenden, auf welche großen Änderungen wir uns einstellen dürfen. 

„Overwatch 2“: Darauf können wir uns einstellen 

Als Sequel zu „Overwatch“, das bereits seit 2016 auf dem ganzen Globus gespielt wird, soll bereits im Herbst des Jahres ein zweiter Teil folgen. Dazu sei aber gesagt, dass es sich bei „Overwatch 2“ nicht um ein Sequel im klassischen Sinne handelt: Es wird den ersten Teil ersetzen, während es das Franchise zu einem Free-to-Play-Format umkrempelt.  

Während Helden, Fähigkeiten und Karten grundlegende Neuerungen bekommen, betrifft die wohl fundamentalste Veränderung den wettbewerbsorientierten Teil des Spiels: Statt in Teamgrößen von sechs Spielern kämpfen wir von nun an nur noch an der Seite von vier weitere Spielern um den Sieg, von denen nur einer einen Tank spielen kann.  

Overwatch 2 Roadmap
Blizzards Roadmap für „Overwatch 2“ © Blizzard Entertainment

Darüber hinaus befindet sich auch ein PVE-Modus für „Overwatch 2“ in der Entwicklung. Er wird erzählerische Inhalte bieten, die uns die Geschichte der Charaktere und das Setting des „Overwatch“-Universums näherbringen sollen. Ursprünglich sollte der Koop-Modus zusammen mit der Überarbeitung des Mehrspielermodus als ein Paket veröffentlicht werden, wird nun allerdings für 2023 erwartet. 

„Overwatch 2“: Änderungen im Überblick 

Eine ganze Handvoll größerer Änderungen sind für „Overwatch 2“ geplant, allem voran die Reduzierung der Teamgröße, was einen spürbaren Einfluss auf die Geschwindigkeit des Gameplays haben dürfte. Hinzu kommt ein völlig neuer Modus gemeinsam mit einer neuen Map-Art: Push soll er heißen und lässt sich am ehesten mit einem Tauzieh-Duell vergleichen. 

Apropos: Neue Maps soll es natürlich auch wieder geben und in Anbetracht der Karten aus dem ersten Teil können wir davon ausgehen, dass Blizzard das Design jener auch in der Fortsetzung wieder sehr gelungen ist. „Overwatch 2“ soll seinen ersten Teil einfach ersetzen und sich damit von lästigen Lootboxen verabschieden. Stattdessen setze man zukünftig auf eine Art Battle Pass, ganz wie es die Konkurrenz von „Fortnite“ (2017″) oder „Valorant“ (2020) bereits seit Jahren tut. Wie es dabei mit den bislang von dir gehorteten Lootboxen in „Overwatch 2″weitergeht, verriet der Entwickler zumindest jüngst. 

Bevor wir auf einige der Änderungen näher eingehen, hier eine Übersicht mit den gravierendsten Unterschieden zum vorherigen Teil und auf welche Neuerungen wir uns freuen dürfen: 

  • Umstieg auf Free-to-Play-Modell 
  • 5v5- anstelle von 6v6-Kämpfen 
  • neuer „Push“-Modus 
  • neue PvP-Karten 
  • „Overwatch 2“ ersetzt Teil 1 
  • PvP- und PvE-Inhalte erscheinen getrennt 
  • PvE-Inhalte in „Story“- und „Helden“-Missionen unterteilt 
  • Einführung von Talentbäumen im PvE 
  • neue Helden „Junker Queen“ und „Sojourn“ 
  • keine Lootboxen mehr 
  • alle kosmetischen Gegenstände wie Skins und Co. werden übertragen 

5 gegen 5 im gewerteten Modus 

Im Zuge eines Livestreams im Mai ließ Entwickler Blizzard durchscheinen, dass man die Gruppengröße der Teams in „Overwatch 2“ anpassen wolle. Während wie erwähnt nur noch 5 Helden pro Seite aufeinandertreffen, verändert sich auch die Teamkomposition im neuen Teil: Ein Tank, zwei Schadensverursacher und zwei Unterstützer sorgen dafür, dass sich das Spiel schneller als je zuvor anfühlen dürfte. Immerhin wurden wir bislang immer von mindestens zwei Tanks gehindert, die feindlichen Linien zu durchbrechen. 

Außerdem versprechen sich die Entwickler damit eine größere Übersicht in den hitzigen Gefechten, die im sechs gegen sechs Spieler-Modus schnell einmal für Überforderung sorgen konnten. Die Tanks bekommen zudem ein wesentlich aggressiveres Design versprochen, was einerseits stärkere Angriffe mit ihnen zulässt, aber auf der anderen Seite auch für eine größere Verwundbarkeit an umkämpften Spots sorgen dürfte. Über passive Fähigkeiten für die drei verschiedenen Rollen wird ebenfalls nachgedacht. 

Neue Helden: Sojourn und die Junker Queen 

Mit der Enthüllung des Veröffentlichungsdatums von „Overwatch 2“ bekamen wir zugleich eine neue Heldin vorgestellt: Die Junker Queen soll sich den Tanks im zweiten Teil anschließen und den Staub der Schlachtfelder ordentlich aufwirbeln. In ihrem coolen Story-Cinematic bekommen wir einen kurzen Eindruck davon, wie das aussehen könnte: Mit einer Schrotflinte, einem Wurfmesser und einer schweren Streitaxt bewaffnet macht sich die Junker Queen ein Kit aus offensiven Fähigkeiten zu Nutze, die bei Gegnern eine klaffende Wunde als Statuseffekt hinterlassen sollen. Darüber hinaus unterstützt sie Teammitglieder mittels Bewegungsgeschwindigkeit und Rüstung und neutralisiert mit ihrer ultimativen Fähigkeit gegnerische Heilungseffekte.

Overwatch 2 FTP KEyart
Sojourn (links) und die Junker Queen (rechts) warten darauf, von dir über das Schlachtfeld navigiert zu werden. © Blizzard Entertainment

Während die Junker Queen bereits vor der Veröffentlichung von „Overwatch 2“ spielbar sein dürfte, betritt mit dem Release ebenfalls eine neue Heldin die große Bühne: Sojourn lässt sich aktuell bereits in der Beta spielen und Fans sind begeistert von ihrer Rail Gun, einem schnellen Slide und ihrer Energiegranate. Die Kanadierin ist extrem beweglich und kombiniert in ihrer Rolle als Schadensverursacherin Hit-Scan- und Projektil-basiertes Gunplay. Ihr Story-Trailer gibt darüber hinaus Einblicke in ihre bewegte Vergangenheit. 

PvE- und PvP-Release für „Overwatch 2“ getrennt 

Obwohl „Overwatch 2“ ursprünglich als ein einziges Projekt konzipiert war, haben Verzögerungen bei der Entwicklung des PvE-Modus dafür gesorgt, dass Blizzard die Spieler gegen Spieler-Inhalte (PvP) separat von den Spieler gegen Umgebungs-Inhalten (PvE) zu veröffentlichen, zumindest innerhalb der Beta-Phase. Rechnen können wir mit den PvE-Inhalten, die in „Story“- und „Hero“-Missionen unterteilt sein sollen, dann im nächsten Jahr. 

In den PvE-Inhalten sollen wir die Welt vor den Angriffen der Roboterarmeen schützen, indem wir in Gruppen verschiedener Helden zusammenarbeiten und kämpfen und uns stetig neuen Bedrohungen stellen. Die Story-Missionen stellen dabei sogar verschiedene Items, wie beispielsweise eine Schildbarriere oder einen HP-Generator, zur Verfügung, die wir einsammeln dürfen. In den Hero-Missionen modifizieren wir den Spielstil unserer liebsten Helden, leveln diese auf und schalten so Schritt für Schritt neue Upgrades (die strikt von den PvP-Elementen getrennt sind) frei. Einen guten Einblick darüber bekommen dank des Gameplay-Trailers von „Overwatch 2“ zu sehen.  

Wann wird „Overwatch 2“ erscheinen? 

Die wohl spannendste Frage stellt sich hinsichtlich des Releases von „Overwatch 2“: Wann können wir das Spiel abseits der Beta endlich in vollen Zügen genießen? Glücklicherweise wurde im Zuge des Xbox Showcases bereits verraten, auf welches Datum wir uns für die Veröffentlichung einstellen dürfen. Nachdem am 28. Juni die Beta startet, soll das vollständige Spiel, abgesehen von seinen PvE-Inhalten, am 4. Oktober 2022 erscheinen. 

Um an der Beta teilzunehmen musst du dich über die entsprechende Seite von Blizzard registrieren. Schon jetzt steht fest, dass wir uns mit dem Release von „Overwatch 2“ auf gleich drei neue Helden, sechs neue Karten, den „Push“-Modus und haufenweise neue kosmetische Gegenstände freuen dürfen.  

Quellen: eigene Recherche, Blizzard, YouTube

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