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Amazon: Eigenes Videospiel in Entwicklung – „wird kein Spaß“

Das Unternehmen arbeitet derzeit an einem ungewöhnlichen Game. Wer es spielt, spart dem Konzern nicht nur unbewusst Kosten. Die Spielerschaft wird auch zum Forschungsobjekt.

Gaming und das Amazon-Logo
u00a9 [Futurezone.de] via Canva.com

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Amazon ist im Spielebereich nicht ganz unerfahren. Zumindest bietet der Konzern bereits drei Eigenkreationen an. Nun jedoch und ganz neu entwickelt das Unternehmen mit „Alexa Arena“ ein eher ungewöhnliches Exemplar. Dieses ist nämlich nur nebensächlich zum Vergnügen gedacht.

Besonderes Amazon-Game: Das steckt dahinter

Wie NewScientist berichtet, dient das Spiel in erster Linie dazu, Roboter zu trainieren. Dazu sammelt man Daten, die durch das Spielen von „Alexa Arena“ erhoben werden. Im Detail geht es um die menschliche Interaktion mit Robotern. Entsprechende Beobachtungen sollen helfen, Maschinen beizubringen, wie sie ihre Aufgaben in Büros und Wohnungen am besten erfüllen können.

Durch das Spiel kann Amazon „zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen“. Denn: „Alexa Arena“ soll zunächst reale Tests zu viel geringeren Kosten ersetzen wie Qiaozi Gao vom Amazon Alexa AI Team und seine Kollegen im dazugehörigen Forschungsbericht beschreiben.

Gleichzeitig kreiere man damit eine Simulation, die Menschen womöglich gerne spielen. Dennoch liegt Vergnügen hierbei keineswegs im Fokus:

„Dieses spezielle Spiel wird kein Spaß für viele Leute. Die Spieler werden vielleicht beschließen, dass es Quatsch ist und nie wieder spielen, aber während sie diese Tatsache entdecken, treffen sie immer noch Entscheidungen, die für Amazon nützlich sind. Tausend Spieler, die jeweils 1000 Mal spielen, sind aus Amazons Sicht dasselbe wie eine Million Spieler, die jeweils einmal spielen.“

Richard Bartle (University of Essex, via NewScientist)

Darum geht es in „Alexa Arena“

Um das Spiel zu spielen, sollen Gamer*innen mit einem virtuellen Roboter interagieren, um ihm zu helfen, bestimmte Aufgaben zu erfüllen. Dazu verwende man „fesselnde visuelle Effekte“, um es unterhaltsam zu machen.

Auch sollen Gegenstände wie einen Gefrierstrahl und eine Zeitmaschine zum Einsatz kommen, die sich auf Objekte anwenden lassen. Dadurch könnten die Forschenden auf spielerische Art realistische menschliche Verhaltensdaten generieren, in denen sich ihr Roboter bewegt und interagiert.

Quellen: NewScientist, „Alexa Arena: A User-Centric Interactive Platform for Embodied AI“ (arXiv; 2023)

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