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Nintendo Switch: Fans sind sauer – Hersteller verteilt plötzlich Verbote im Netz

Das Unternehmen hinter der Nintendo Switch steht zwar gemeinhin für familienfreundliche Unterhaltung, kann aber auch sehr gnadenlos sein. Das bekommen nun einige zu spüren.

Nintendo Switch vor lila Hintergrund.
u00a9 Om.Nom.Nom - stock.adobe.com

Nintendo Switch - 3 interessante Fakten und Features

3 Fakten über die Nintendo Switch Konsole

Die Videospielewelt wartet mit Hochspannung auf das nächste große Highlight für die Nintendo Switch „Zelda: Tears Of The Kingdom“. In circa drei Wochen wird dann der Nachfolger zum großen Meisterwerk „Breath Of The Wild“ erscheinen. Im Vorfeld des Releases wird der Hersteller jetzt besonders aktiv im Netz – sehr zum Unmut von Fans und Content Creators.

Wegen Nintendo Switch-Spiel: Viel Unmut wegen YouTube-Videos

Nach außen hin gibt sich der Hersteller der Nintendo Switch betont familienfreundlich. Dafür sorgen viele bekannte lustige Figuren wie Super Mario, Kirby oder die Pokémon. Allerdings ist auch seit geraumer Zeit bekannt, dass Nintendo keinen Spaß versteht, wenn es um den Schutz des eigenen geistigen Eigentums geht.

Diese Erfahrung müssen einem Bericht bei PLAY3 zufolge jetzt zahlreiche Leute machen, die bei YouTube Videos mit „Breath Of The Wild“ hochladen. Deren Kreationen werden auf Drängen Nintendos reihenweise auf der Videoplattform gesperrt und das weltweit – auch deutsche Kanäle sind betroffen. Aber auch US-amerikanische mit Millionen von Abonnenten und Abonnentinnen bleiben von diesem Rundumschlag nicht verschont.

Das Vorgehen des Konzerns macht sich auch anderswo bemerkbar: So hat man schon Fan-Kreationen aus dem „Super Mario Maker 2“ verbannt. Im Zusammenhang mit „Zelda“ soll Nintendo die Entlassung eines Gamestop-Mitarbeiters erwirkt haben.

YouTuber wehrt sich gegen Nintendo

Dabei scheint es keine Rolle zu spielen, ob jemand im Video eine reguläre Version des Megahits spielt und darin nur irgendwelchen Schabernack betreibt oder ob vorher extra Mods angefertigt wurden. Grundsätzlich scheint Nintendo gegen die per se nicht rechtmäßige Verbreitung der eigenen Spiele rigoros vorzugehen.

Der YouTuber PointCrow, dem 1,62 Millionen Menschen folgen, spielt eigentlich sehr gerne mit Hilfe von eigenen „Breath Of The Wild“-Mods, also selbst erstellten Modifikationen. Auch seine Videos wurden gesperrt. In einem neuen Video betont er aber, dass in diesem Fall der Traditionshersteller nicht rechtmäßig agiere. Seine Mods basieren schließlich nicht auf dem originalen Quelltext – einen rechtlichen Anspruch darauf kann Nintendo also nicht erheben.

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User gibt starken Tipp im Kommentarbereich

Einen sehr interessanten Tipp mit knapp 500 Antworten erhielt der YouTuber in den Kommentaren: Er solle die Videos unbedingt für Japan blockieren. Denn dort herrschen viel strengere Urheberrechtsgesetze als anderswo. Wird also von Japan aus geklagt, wird es ein viel schwieriger Fall.

Auch gut zu wissen: Trotz der Schwierigkeiten ist und bleibt die Switch eine Konsole mit einem starken Angebot. Wir nennen dir deshalb sieben Nintendo Switch-Spiele für unter 20 Euro, die du nicht verpassen darfst und die wirklich nicht die Welt kosten.

Ob und wie sich der Fall um PointCrow entwickeln wird, bleibt abzuwarten. Warum ausgerechnet jetzt, sechs Jahre nach der Veröffentlichung von „Breath Of The Wild“, Nintendo gegen diesbezüglichen Content vorgeht, ist nicht klar. Der bevorstehende Release von „Tears Of The Kingdom“ am 12. Mai 2023 für die Nintendo Switch könnte aber durchaus eine Rolle spielen. Womöglich möchte man im Vorfeld klar signalisieren, das man auch beim neuen Titel wachsames Auge offenhaben wird.

Quellen: PLAY3, YouTube/PointCrow

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