Spider-Man aka Peter Parker wird von gleich drei Schauspielern verkörpert: Tobey Maguire, Andrew Garfield und dem jüngsten im Bunde, Tom Holland. Doch hängen die jeweiligen Superheldenfilme, in denen die drei Männer jeweils zu sehen sind, miteinander zusammen? Warum gibt es überhaupt drei verschiedene Darsteller? Wir klären dich über die richtige „Spider-Man“-Filme-„Reihenfolge“ auf und verraten, was das Marvel Cinematic Universe (MCU), Sony und Disney damit zu tun haben.

„Spider-Man“-Filme: Die „Reihenfolge“

Von einer „Spider-Man“-Filme-Reihenfolge kann genau genommen nicht die Rede sein, da die drei Franchises nicht miteinander zusammenhängen. Eine Gemeinsamkeit haben sie: Alle orientieren sich an der Geschichte aus den Marvel-Comics, in der Peter Parker von einer Spinne gebissen wird und Superkräfte entwickelt. Das sind die Franchises seit 2002 im Überblick:

1. Tobey Maguire als Peter Parker (von Sam Raimi)

  • „Spider-Man“ (2002)
  • „Spider-Man 2“ (2004)
  • „Spider-Man 3“ (2007)

Die drei „Spider-Man“-Filme von Sam Raimi feierten große Erfolge. Der dritte Teil nahm laut BoxOfficeMojo sogar mehr Geld ein als die beiden Vorgänger (weltweit rund 894.900.00 US-Dollar). Ein vierter Teil wurde jedoch nicht veröffentlicht, obwohl dieser zunächst von Sony angedacht war. Sam Raimi jedoch bekam das Drehbuch nicht zeitnah fertig und war nicht zufrieden mit dem Skript. Er wollte nichts auf die Leinwand bringen, das schlechter als großartig sei. Sony entschied sich anschließend dafür, ein Reboot voranzutreiben.

„Spider-Man“-Trailer auf Englisch.

2. Andrew Garfield als Peter Parker (von Marc Webb)

  • „The Amazing Spider-Man“ (2012)
  • „The Amazing Spider-Man 2: Rise Of Electro“ (2014)

Zehn Jahre nach dem Abschluss des Franchise von Sam Raimi nimmt Marc Webb Platz auf dem Regiestuhl, um die Geschichte mit Andrew Garfield als Spider-Man als Reboot neu zu verfilmen. An den Erfolg kann der Filmemacher jedoch nicht anknüpfen. Für „The Amazing Spider-Man 2“ hagelt es negative Kritiken. Bei der Kritkensammelseiter Rotten Tomatoes gibt es nur durchschnittlich 5,8 von 10 Sternen (bei 309 Reviews). Daher wurde Marc Webbs Franchise nie abgeschlossen.

„The Amazing Spider-Man“-Trailer auf Deutsch.

3. Tom Holland als Peter Parker (von Jon Watts)

  • „Spider-Man: Homecoming“ (2017)
  • „Spider-Man: Far From Home“ (2019)
  • „Spider-Man: No Way Home“ (2021)

Mit Jon Watts Werken und Tom Holland als Spider-Man kommt auch das Marvel Cinematic Universe (MCU) ins Spiel. Dafür fassen wir kurz zusammen, warum es ab hier etwas komplizierter wird:

  • Marvel verkaufte einst die Rechte an Spider-Man an Sony.
  • Sony besitzt seither die Rechte an Spider-Man.
  • Das MCU um Helden wie Iron Man und Captain America kam daher bis 2017 ohne Spider-Man aus.
  • Ein Deal mit Sony und Disney (zu dem Marvel mittlerweile gehört) brachte Spider-Man aber ins MCU.
  • Tom Holland wurde als neuer Spider-Man gecastet und ist damit der erste Peter Parker, der an der Seite von Iron Man und Co. im MCU zu sehen ist.

Ende 2019 bangten Fans darum, dass Tom Holland das MCU als Spider-Man nach „Spider-Man: Far From Home“ schon wieder verlassen muss, weil Sony und Disney keinen neuen Deal aushandeln konnten. Letztendlich einigten sie sich jedoch zumindest für einen dritten Teil: „Spider-Man 3: No Way Home“ soll Ende 2021 in den Kinos erscheinen.

„Spider-Man: Homecoming“-Trailer auf Deutsch.

„Spider-Man: No Way Home“ verbindet alle Filme

Die Trailer zum dritten „Spider-Man“-Film mit Tom Holland offenbaren altbekannte Bösewichte:

  • Doc Ock aka Dr. Otto Octavius (Alfred Molina) aus „Spider-Man 2“.
  • Green Goblin aka Norman Osborn (Willem Dafoe) aus „Spider-Man 1-3“
  • Electro aka Max Dillon (Jamie Foxx) aus „The Amazing Spider-Man 2“
  • Lizard aka Dr. Curt Connors (Rhys Ifans) aus „The Amazing Spider-Man“
  • Sandman aka Flint Marko (Thomas Haden Church) aus „Spider-Man 3“

Es wird spekuliert, dass auch Peter Parker aus den vorangegangenen Franchises, Tobey Maguire und Andrew Garfield, einen Auftritt in „Spider-Man: No Way Home“ haben werden. Marvel könnte einen der Trailer vor der Veröffentlichung absichtlich retuschiert haben. Hier siehst du die Vorschau:

„Spider-Man: No Way Home“-Trailer auf Deutsch.

Noch mehr aus dem MCU

Letztendlich könnte also „Spider-Man: No Way Home“ alle Filmreihen verbinden und die „Spider-Man“-Filme-„Reihenfolge“ noch etwas verwirrender machen. In jedem Fall machen es die Verantwortlichen jedoch noch einmal richtig spannend. Einen Helden wird Marvel jedoch sicherlich nicht mehr zurückholen. Doch diese Projekte erwarten uns statt „Iron Man 4“. Außerdem erklären wir hier, warum erst Edward Norton und dann Mark Ruffalo als Hulk im MCU zu sehen ist.

Quellen: BoxOfficeMojo, Rottem Tomatoes, Twitter/Superheroaxis, eigene Recherche

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