Bei Netflix gibt es unzählige sehr beliebte Filme und Serien, die sich die große Nutzerschaft bereits ausgiebig zu Gemüte geführt hat. Und im Falle von Fortsetzungen und neuen Staffeln wie zum Beispiel zu „Tyler Rake: Extraction“ oder „Stranger Things“ dürften nicht wenige schon jetzt der Veröffentlichung entgegenfiebern. Diese schon vorab sehen zu dürfen, dagegen hätte sicher niemand etwas einzuwenden. Für bestimmte Personengruppen ist dies tatsächlich Realität.

Netflix-Serien und -Filme vorab schauen: Diese Gruppen dürfen es

Natürlich gibt es eine ganz offensichtliche Gruppe an Leuten, die Netflix-Titel schon vor dem Erscheinen anschauen darf: Journalisten und Journalistinnen, Redakteurinnen und Redakteure und auch thematisch passende Influencerinnen und Influencer erhalten regelmäßig im Rahmen ihrer Arbeit Zugang zu sogenannten Presse-Screenern. Das ist aber keine Überraschung.

Doch wie das Branchenmagazin Variety berichtet, ist jetzt erst bekannt geworden, dass Netflix darüber hinaus auch einigen Ausgewählten der eigenen Kundschaft dieses Privileg erteilt. Diese Praxis soll erst seit einem Jahr bestehen und findet aktuell ausschließlich in den USA statt. Ob der Streamer dabei irgendwelche Kriterien anwendet oder ob die jeweiligen Userinnen und User per Zufall ausgewählt werden, ist nicht bekannt.

Netflix-Tests: So läuft es ab

Dem Bericht zufolge schickt Netflix E-Mails an kleine Gruppen mit der Einladung, beim Aufbau einer Community mitzuwirken. Diese soll Feedback zu zukünftigen Filmen und Serien liefern. Nimmt man daran teil, darf man neue Titel bis zu sechs Monate vor ihrem Erscheinen angucken.

Anschließend muss ein Fragebogen ausgefüllt werden. Darin muss man angeben, was man mochte und was nicht und ob man den jeweiligen Inhalt Bekannten und der Familie empfehlen würde. Vorher muss aber eine Verschwiegenheitsklausel unterschrieben werden.

Gängige Praxis in Hollywood

In erster Linie gehe es Netflix darum, die besten Filme und Serien zu produzieren und dabei auf „verschiedene Perspektiven“ zu hören. Je nachdem, wie die jeweilige Rückmeldung ausfällt, könnten dann Nachbearbeitungen wie zum Beispiel Schnitte anfallen.

Für den Streaming-Dienst mag das Prozedere noch verhältnismäßig neu sein. In Hollywood generell und insbesondere im Kinobereich sind Test-Vorführungen aber seit Jahrzehnten gang und gäbe. Dort stehen diese weitaus früher im Produktionszyklus an und im Grunde werden dabei unfertige Filme gezeigt. Fällt das Test-Echo überwiegend negativ aus, können dann nicht nur Schnitte anstehen, sondern sogar ganze Nachdrehs.

Die Qualitätssicherung im Vorfeld ist wohl nur einer von mehreren Wegen, um langfristig auf dem Markt bestehen zu können. Netflix will außerdem zukünftig live gehen, um keine Nutzerinnen und Nutzer zu verlieren. Derweil erscheinen noch viele weitere Highlights bei Netflix im Mai 2022.

Quelle: Variety

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