Wie misst man den wahren Erfolg einer neuen Netflix-Serie? Ein profitorientiertes Unternehmen wie es der bekannte Streaming-Dienst ist, schaut natürlich in erster Linie auf die nackten Zahlen und die setzen sich vor allem aus den gesehenen Stunden zusammen. Allerdings sagen diese per se noch nichts über die Qualität aus. Gute Gradmesser sind von daher Kritiken von Profis sowie auch dem allgemeinen Publikum – und das schaut zwar gerade einen neuen Titel sehr intensiv, kommt aber auch zu dem Schluss, dass er überhaupt nichts taugt.

„Resident Evil“: Neue Netflix-Serie legt beim Publikum Bruchlandung hin

Jüngst erschien mit „Resident Evil“ eine neue Netflix-Serie basierend auf der sehr beliebten Horrorvideospielreihe. Dabei handelt es sich um die erste Live-Action-Adaption des Stoffes im Serienformat, was sicherlich zunächst einmal für viel Spannung gesorgt haben dürfte. Und tatsächlich findet sich der Titel aktuell (18. Juli 2022) auf dem zweiten Platz der Netflix-Charts.

Doch schaut man im Internet auf als besonders relevante Stimmungsbarometer geltende Bewertungen wie jene bei IMDb oder Rotten Tomatoes, ließ die Enttäuschung bei vielen nicht lange auf sich warten: Bei ersterer Plattform steht die Serie gegenwärtig bei absolut gruseligen 3,6 von 10 Punkten im Durchschnitt bei knapp 13.000 eingegangenen Bewertungen.

Bei den „Tomaten“ sieht es nicht besser aus: Lediglich 25 Prozent aller Zuschauerbewertungen fielen positiv aus – ein horrendes Ergebnis, dass laut Forbes zu den schlechtesten überhaupt für eine Netflix-Serie gehört. Bei den professionellen Kritiken schnitt die Serie „besser“ ab mit immerhin 51 Prozent, was aber immer noch für eine Gesamtbeurteilung als „rotten“ (verrottet) reicht.

„Resident Evil“: Wie steht es um Staffel 2 bei Netflix?

Die Gründe für ein derart schlechtes Abschneiden können vielfältig sein. Viele Fans scheinen jedoch zu monieren, dass es sich schlichtweg um eine inhaltlich schwache Adaption des Videospiels handelt, das in keiner Weise wirklich Bezug auf die Handlung der Vorlage nimmt. Auch formal scheint „Resident Evil“ nicht zu überzeugen – so werden unter anderem auch das schlechte Drehbuch, die Effekte und die Stars kritisiert.

Interessanterweise soll die erste Staffel der Netflix-Serie „Resident Evil“ auf gleich mehreren Cliffhangern enden, womit man sich also die Möglichkeiten für weitere Staffeln offenlässt. Ob es so weit kommt, bleibt fraglich: Zwar entscheiden für den Streaming-Dienst in erster Linie die gesehenen Stunden eines Titels über seinen Erfolg. In der Hinsicht scheint es gerade noch gut zu laufen. Andererseits ist im Anbetracht der negativen Stimmen wohl kaum damit zu rechnen, dass bei einer zweiten Staffel noch mal so viele Leute reinschauen werden.

Quellen: Forbes, IMDb, Rotten Tomatoes

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