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Wikipedia-Macher starten Streamingdienst – so ungewöhnlich soll er funktionieren

Als ob es wirklich eines neuen Streamingdienstes gebraucht hätte. Doch der Gedanke hinter Wikiflix ist definitiv einzigartig.

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In puncto Streaming haben Verbraucherinnen und Verbraucher eigentlich die Qual der Wahl, bei welchem Anbieter sie sich registrieren sollen. Denn mittlerweile gibt es mehrere Dienste mit einer großen Auswahl an einzigartigen Inhalten – nicht selten meldet man sich eben gleich bei mehreren an. Ein neues Portal hat der gut gefüllte Markt nicht zwingend gebraucht. Doch Wikiflix wird vieles ganz anders machen.

Wikiflix: Neuer Streamingdienst für den speziellen Geschmack

Wie der Name Wikiflix es bereits andeutet, stehen hinter dem neuen Streamingdienst die Macherinnen und Macher von Wikipedia. Laut einer neuen Mitteilung könne „Netflix einpacken“, doch eine kommerziell ernstzunehmende Konkurrenz ist ganz sicher nicht zu erwarten.

Denn dazu ist das Angebot zu speziell auf einen besonders gehobeneren und vor allem filmhistorisch versierten Geschmack ausgerichtet. Denn eine Vielzahl der aktuell über 2.000 Titel ist schon sehr alt – unter anderem finden sich Klassiker wie „Metropolis“ (1927), „Panzerkreuzer Potemkin“ von 1925 oder auch Genre-Meilensteine wie der Zombiefilm „Die Nacht der lebenden Toten“ (1968).

Zeitgenössische Filme gibt es aber auch, wie zum Beispiel die Whistleblower-Doku „Citizenfour“ über Edward Snowden und animierte Filme runden das Angebot ab. Die auf den ersten Blick doch sehr eigenartig anmutende Zusammenstellung hat dabei einen sehr klaren Grund.

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Wikiflix funktioniert dank Public Domain

Denn alle vorhandenen und auch zukünftigen Werke eint vor allem eines: Sie gehören der sogenannten Public Domain an, weshalb für sie kein Urheberrecht gilt. Wie und ab wann geistige Schöpfungen in die sogenannte Gemeinfreiheit übergehen, kann von Land zu Land variieren und bisweilen kann es auch einzelne Ausnahmefälle geben.

In Europa ist es zum Beispiel üblich, dass erst 70 Jahre nach dem Tod des Urhebers oder der Urheberin das Werk den urheberrechtlichen Schutz verliert. Für die Sammlung greift man für Wikiflix neben eigenen Uploads auch auf eine Datenbank zu und über Wikidata gelangen die Filme dann zum Streamingdienst. Dort gibt es bereits 31.000 Einträge, etwas über 2.888 sind bislang zu sehen (Stand: 5. Februar 2024).

Kostenlos und ohne Login

Ähnlich wie bei Wikipedia können Nutzerinnen und Nutzer aktiv mithelfen und Informationen beitragen. Im Archiv ist es dann außerdem möglich, Filmdateien herauszusuchen und so für die Allgemeinheit streambar zu machen. Wikiflix funktioniert ganz ohne Login und ist vollkommen kostenlos. Wer also einfach schnell ein paar Klassiker oder obskure Filme nachholen möchte, kann das also ganz leicht tun.

Für die Streamingplattform ist übrigens der Deutsche Magnus Manske verantwortlich. Der schrieb einst den erst fünften deutschsprachigen Wikipedia-Artikel und benötigte für eine erste Version von Wikiflix nur eine Woche. Die Idee stammt ursprünglich von der Wikipedianerin Spinster.

Quellen: Wikimedia, Wikiflix

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