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Transformers 2: Darum waren die Sequels wirklich so mies

Megan Fox in "Transformers 2" (2009). Warum bekam die Fortsetzung weniger Kritikerlob?
Megan Fox in "Transformers 2" (2009). Warum bekam die Fortsetzung weniger Kritikerlob?
Foto: IMAGO / Everett Collection
"Transformers 2" war 2009 die Fortsetzung eines der erfolgreichsten Franchises der Filmgeschichte. Doch warum waren alle Sequels schlechter als das Original?

Als "Transformers" 2007 in die Kinos kam, waren Kritiker und Publikum überrascht. Der erste Film auf Basis der beliebten Hasbro-Spielfiguren und der dazugehörigen TV-Zeichentrickserie wurde von Steven Spielberg produziert, von Michael Bay inszeniert und hatte mit Shia LaBeouf und Megan Fox zwei der hoffnungsvollsten Jungstars Hollywoods in den Hauptrollen. Doch warum waren alle Fortsetzungen ab "Transformers 2" deutlich schlechter?

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Vor "Transformers 2" kam ein guter Film

Am 15. März 2021 zeigt Kabel Eins ab 20:15 Uhr wieder einmal Michael Bays "Transformers 2" (oder: "Transformers - Die Rache") im Fernsehen. Angesichts der schwachen Fortsetzung erinnern sich Fans gerne noch einmal daran zurück, wie überraschend gut der Originalfilm eigentlich war. Auch 2007 gab es recht gute Kritiken und eine positive Resonanz des Publikums für die Abenteuer von Sam Witwicky (Shia LaBeouf) und seine Angebetene Mikaela Banes (Megan Fox), die in einen intergalaktischen Krieg zwischen die Autobots und die Decepticons geraten. Ein Krieg, der diesmal auf der Erde ausgetragen wird.

Was viele vergessen: "Transformers" ist immer noch bunt, laut und unterhaltsam. Popcorn-Kino vom Feinsten mit atemberaubenden Spezialeffekten und epischen Bildern, angetrieben von der majestätischen Musik aus der Feder von Steve Jablonsky. Und das Coming-of-Age-Drama um Sam und die unerreichbare Mikaela ist witzig, charmant und hat sogar Herz.

Woran krankten alle weiteren "Transformers"-Filme?

Alle Fortsetzungen, die auf "Transformers" folgten, waren an der Kasse ähnlich erfolgreich, wurden aber regelmäßig von Kritikern und Fans verrissen. Warum? Das Problem begann bereits bei "Transformers 2", weil er während eines Autorenstreiks gedreht werden musste und entsprechend verworren geriet. Michael Bay setzte statt auf eine sinnvolle Handlung auf immer konfusere Actionsequenzen und pubertären Ekelhumor. Zudem wandelte sich Optimus Prime vom ehrenvollen Beschützer der Autobots zu einem aggressiven Mörder aller Decepticons.

Die nächsten "Transformers"-Filme hatten ähnliche Probleme: "Transformers 3" (2011) war nur noch eine Materialschlacht ohne Rücksicht auf die menschlichen Opfer der Städte, die platt gemacht wurden. "Transformers: Ära des Untergangs" (2014) und "Transformers 5: The Last Knight" (2017) gerieten mit einer neuen Hauptfigur (Cade Yeager, gespielt von Mark Wahlberg) zu plumpen, zynischen Actionfilmen mit exzessiver Gewalt und kaum Herz.

Youtube-Video: Lindsay Ellis über die Bedeutungen von "Transformers"

Die Hoffnung stirbt zuletzt für die "Transformers"-Filme

Das "Transformers"-Prequel "Bumblebee" (2018) war eine nette, wenn auch etwas konventionelle Abwechslung, die wieder an die Qualitäten und das Coming-of-Age-Gefühl des ersten "Transformers" von 2007 erinnerte und John Cena in schauspielerischer Hochform zeigte. Geplant ist weiterhin ein neuer "Transformers"-Film, aber definitiv ohne Michael Bay. Doch ob der Film wirklich noch kommt und ob Optimus Prime wieder der Alte sein wird, steht in den Sternen.

Das wurde aus "Bad Boys 3" ohne die Beteiligung von Michael Bay. Sein Film "Armageddon" zählt für uns zu den besten Katastrophenfilmen über Androiden. Ist Andrew Garfield der schlechteste "Spider-Man" der Filmgeschichte?

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