Der Ausbau des 5G-Netzes ist einer der großen Technik-Trends, die 2019 auf uns zukommen. Wenn es nach den USA geht, sollen die Chinesen dabei auf dem europäischen Markt abgehängt werden. Deutschland soll auf von Netzwerkkomponenten „Made in China“ verzichten – insbesondere wenn sie vom Hersteller Huawei kommen.

Darum wollen die USA Huawei verdrängen

Schon länger bekämpfen die USA chinesische Telekommunikationsunternehmen wie Huawei und ZTE. Beispielsweise ist Mitarbeitern der US-Regierung die Nutzung von Geräten dieser Hersteller verboten. Grund für das protektionistische Verhalten insbesondere gegenüber China werden mit Angst vor der Spionage durch die chinesischen Regierungsbehörden begründet. Dennoch ist nicht zu leugnen, dass die USA sich vor dem rasanten Wirtschaftswachstum in China fürchten.

Deutschland wäre nicht das erste Land, das der Forderung der USA nachkommen würde. Neuseeland und Australien haben den Ausschluss von Huawei-Geräten beim 5G-Ausbau bereits bekanntgegeben. Selbst im Vereinigten Königreich wird über die Nutzung von 5G-Technologie aus China diskutiert.

Weder die USA noch Deutschland haben Beweise

Die Vorwürfe der USA hört Deutschland nicht zum ersten Mal. Deshalb werden in China produzierte Netzwerkgeräte schon länger von deutschen Geheimdiensten und dem BSI (Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik) untersucht. Bisher konnten keine verdächtigen Teile gefunden werden. Aber auch die US-Sicherheitsbehörden konnten die Spionage chinesischer Unternehmen noch nicht belegen.

Huawei hat Angst vor Boykott

Das Worst-Case-Szenario für Huawei scheint, dass die USA auch auf den weltmarktführenden Internet-Konzern Google Druck ausüben könnten. Es wäre nicht unproblematisch, wenn Huawei seine Lizenz für das Android-Betriebssystem verlieren würde. Deshalb arbeitet der chinesische Tech-Konzern anscheinende bereits an einer eigenen Software für seine Mobilgeräte – für den Fall, dass große Importeure wie Deutschland und viele weitere Länder sich auf die Seite der USA begeben.

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