Im Laufe der vergangenen Jahre haben Smartphones des chinesischen Entwicklers Xiaomi einige Kritik einstecken müssen. Immer wieder wurden Vorwürfe laut, das Unternehmen würde seine Community zensieren und hätte mit klaffenden Sicherheitslücken zu kämpfen. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat einige Xiaomi-Handys genauer unter die Lupe genommen und ist dabei zu einem überraschenden Schluss gekommen.

Xiaomi-Handys „so schnell wie möglich loswerden“?

Auch in Folge einer ausführlichen Untersuchung konnte das zuständige Team des BSI keine Hinweise auf Zensurfunktionen finden können. Auch Sicherheitslücken seien der Behörde nicht ins Auge gefallen. Die Inaugenscheinnahme der Xiaomi-Handys wurde eingeleitet, nachdem vergleichbare Behörden in Litauen und Taiwan vor den Smartphones gewarnt hatten.

„Unsere Empfehlung ist, keine neuen chinesischen Telefone zu kaufen und die bereits gekauften so schnell wie möglich loszuwerden“, erklärte Margiris Abukevičius, stellvertretender Minister für nationale Verteidigung, noch im September der Deutschen Presse-Agentur. Zuvor hatte die Behörde im Rahmen einer Studie mehrere Hauptrisiken ermittelt. Zwei davon betrafen auf Xiaomi-Handys vorinstallierte Apps. Auch den Datenschutz und die Meinungsfreiheit sahen die litauischen Sicherheitsforscher:innen gefährdet.

BSI konnte „keine Anomalien feststellen“

Wegen solcher und ähnlicher Anschuldigungen hatte auch die deutsche Bundesbehörde ihre Untersuchung eingeleitet. „Infolgedessen konnte das BSI keine Anomalien feststellen, die weitere Untersuchungen oder andere Maßnahmen erfordern würden“, zitiert die Nachrichtenagentur Reuters einen Sprecher des BSI.

Auch der chinesische Hardwareentwickler weist die Vorwürfe von sich. Zuvor hatte auch die taiwanesische National Communications Commission (NCC) Vorwürfe gegen Xiaomi erhoben. Der Konzern habe Aussprüche wie „Free Tibet“ und „Long live Taiwan independence“ zensiert. Weitere Untersuchungen bleiben abzuwarten.

Quellen: Reuters; Deutsche Presse-Agentur

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