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Elektroautos: Sie könnten für „katastrophale“ Folgen sorgen

Elektroautos sind schwerer als Verbrenner. Das könnte in einem Punkt potenziell fatale Folgen nach sich ziehen.

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Der Audi RS e-Tron GT im Test – So schnell ist der E-Sportler! // IMTEST

Es geht beim Auto um Leidenschaft, Faszination und Begehrlichkeit. So auch beim Audi RS e-tron GT im Test. Dabei soll die große Coupé-Limousine kein puristischer Sportwagen sein. Sie transportiert bis zu fünf (lieber vier) Personen und eine ordentliche Menge Gepäck, rollt federweich im Schwiegermutter-Modus, fährt weite Strecken und lädt blitzschnell.

Ältere Parkhäuser haben eine maximale Kapazität, die für ihre Stabilität nicht überschritten werden sollte. Diese wird oft in der Anzahl der Autos angegeben. Doch das könnte in Anbetracht der Verkehrswende und dem vermehrten Aufkommen von Elektroautos zum Problem werden. Sie sind nämlich deutlich schwerer.

Elektroautos zu schwer? Es könnte Einsturzgefahr drohen

Das Problem ist besonders dringlich, da die britische Regierung ein Mandat für Null-Emissions-Fahrzeuge erlassen hat, das den Verkauf von nicht-elektrischen Autos bis 2030 verbietet. Bis 2035 sollen vier von fünf gefahrenen Kilometern mit E-Fahrzeugen zurückgelegt werden, was bedeutet, dass landesweit mehr Stromer auf Parkplätzen stehen werden.

Neue E-Fahrzeuge sind viel schwerer als Benzin- oder Dieselfahrzeuge aus den 1960er und 1970er Jahren. Das aktuelle Tesla Model 3 wiegt zum Beispiel 1.672 Kilogramm (kg), verglichen mit dem 768 kg schweren Ford Cortina Mark 1. Der Audi E-tron wiegt 2.351 kg im Vergleich zum 770 kg schweren Vauxhall Viva.

Dieser Gewichtsunterschied hat Parkplatzexpertinnen und -experten dazu veranlasst, davor zu warnen, dass ältere Parkhäuser das höhere Gewicht der E-Fahrzeuge nicht verkraften können. Das gelte vor allem, wenn die Strukturen bereits in einem schlechten Zustand sind. Viele Parkhäuser seien mit baulichen Mängeln gebaut worden, die nicht behoben wurden. Die jahrelange Unterfinanzierung der Instandhaltung durch einige Eigentümerinnen und Eigentümer habe diese Probleme noch verschlimmert.

Möglicherweise „katastrophale Folgen“

Um dieses Problem anzugehen, werden derzeit neue Richtlinien entwickelt, die die Belastungsgrenzen für Parkhausböden anheben. Der Leitfaden empfiehlt höhere Belastungsgewichte, um schwerere Fahrzeuge, wie etwa Elektroautos, aufnehmen zu können. Die Belastungsgrenzen für Betonböden in britischen Parkhäusern werden von 2,5 auf drei Kilonewton pro Quadratmeter erhöht.

„Ich möchte nicht zu sehr in Panik verfallen, aber es besteht definitiv die Gefahr, dass einige der frühen Parkplätze in schlechtem Zustand zusammenbrechen“, erklärte Chris Whapples, Bauingenieur und Berater für Parkhäuser und Autor des neuen Leitfadens, gegenüber dem Telegraph. Schon zuvor hatte Whapples auch in der Daily Mail vor der Einsturzgefahr gewarnt:

„Wenn ein Fahrzeug schwerer ist, als der Parkplatz ursprünglich ausgelegt war, kann das katastrophale Folgen haben. Bisher gab es noch keinen Vorfall, aber ich vermute, dass es nur eine Frage der Zeit sein kann. Die Betreiber müssen sich über die Gewichte von Elektrofahrzeugen im Klaren sein und ihre Parkplätze auf ihre Belastbarkeit hin überprüfen lassen, um zu entscheiden, ob sie das Gewicht begrenzen müssen.“

Chris Whapples

Während den Betreiberinnen und Betreibern von Parkplätzen von den Fachverbänden empfohlen wird, Lastenkontrollen durchzuführen, sind einige Expert*innen der Meinung, dass Gewichtsbeschränkungen auf Parkplätzen eingeführt werden sollten, so wie es auch Höhenbeschränkungen gibt.

Quelle: The Telegraph; Daily Mail

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