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Elektroautos: Batterien „alles andere als recyclingfreundlich“, warnen Experten

Elektroautos bergen einiges Potenzial. Mit ihren Batterien gehen jedoch nicht unwesentliche Risiken einher.

Person arbeitet an Batterie eines Elektroautos
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Elektroautos für unter 18-Jährige // IMTEST

Noch keine 18 Jahre alt aber Lust auf Mobilität? Mit diesen kleinen Elektroautos ist das möglich.

Da die Beliebtheit von Elektroautos weiter steigt, bleiben Fragen darüber, was mit den Batterien zu tun ist, wenn sie das Ende ihrer Lebensdauer erreicht haben. Das Recycling der Batterien ist die nachhaltigste Lösung. Aber die perfekte Recycling-Methode, die sowohl effizient als auch kosteneffektiv ist, wurde bislang noch nicht entwickelt.

Elektroautos: Batterien machen Probleme

Das in Berlin ansässige Öko-Institut schätzt, dass derzeit etwa 100.000 Tonnen Batterien jährlich in Stromern verwendet werden. Auf eine Million soll diese Zahl bereits im Laufe der kommenden zehn Jahre steigen. Das geht mitunter aus einem Bericht des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND) hervor, der sich auf Informationen der Deutschen Presse-Agentur (dpa) stützt.

Während die Recyclingpläne großer Automobilhersteller für Elektroautos im Vergleich klein erscheinen mögen, machen sie dennoch Fortschritte auf dem Weg zu einer nachhaltigeren Zukunft.

Volkswagen hat in den letzten zwei Jahren in Salzgitter Recyclingmethoden getestet und strebt eine jährliche Kapazität von 1.500 Tonnen an. Wertvolle Rohstoffe wie Lithium, Nickel, Mangan und Kobalt werden dabei aus den Batterien zurückgewonnen und in neuen Produktionsprozessen eingesetzt.

Mercedes-Benz baut derzeit in Zusammenarbeit mit dem Batterierecycler Primobius eine Fabrik in Kuppenheim mit einer Kapazität von 2.500 Tonnen.

„Große Herausforderungen“

„Momentan sind die Batterien alles andere als recyclingfreundlich gestaltet“, merkt der Physiker Kai Peter Birke an. Er forscht an der Universität Stuttgart und dem Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung zu Batterie-Recycling. Und auch Umweltexperte Jürgen Sutter vom Öko-Institut sieht in den Bestrebungen der Industrie „große Herausforderungen“.

Eine dieser Herausforderungen beim Batterierecycling ist, dass die Batterien zunächst in ihre einzelnen Komponenten zerlegt werden müssen. Aber Verbindungen zwischen den Zellen sind oft geschweißt oder verklebt, was die Zerlegung schwierig macht. Darüber hinaus erschwert die fehlende Standardisierung bei Batteriezell-Designs über verschiedene Hersteller hinweg die Automatisierung des Zerlegungsprozesses.

Es gibt verschiedene Methoden zur Rückgewinnung wertvoller Metalle wie Lithium, Kobalt und Nickel aus den zerlegten Batterien von Elektroautos. Diese Methoden reichen von traditionellen hydrometallurgischen Prozessen bis hin zu neueren Technologien wie direktem Recycling oder Pyrometallurgie. Die Effizienz und Kosteneffektivität dieser Methoden müssen jedoch noch verbessert werden, um vollständig skalierbar zu sein.

Quelle: Redaktionsnetzwerk Deutschland

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