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Apple Watch: Wer diese Armbänder trägt, sollte sie sofort abnehmen

Nicht jedes Smartwatch-Armband ist auch empfehlenswert. Forschenden zufolge können einige Exemplare gesundheitliche Folgen haben.

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Intelligente Uhren wie die Apple Watch sind für viele ein überaus praktischer Begleiter. Sie zeigen Zeit an, messen die Herzfrequenz und halten dich in Verbindung mit Freunden und Familie. Eine Studie aus dem Jahr 2023 legt allerdings nahe, dass zumindest das Smartwatch-Armband noch mehr kann. Und zwar gesundheitsgefährdende Bakterien beherbergen.

Smartwatch-Armband: 500 Exemplare untersucht

Unter der Leitung von Dr. Lydia Rosenstein hat ein Team von Mikrobiologinnen und -biologen der University of California, Berkeley, eine entsprechende Studie durchgeführt. Über einen Zeitraum von sechs Monaten sammelte man dazu Proben von 500 Smartwatch- und anderen Armbändern, die von Personen verschiedener Altersgruppen, Lebensstile und Klimazonen getragen wurden.

Mithilfe von Tupfern wurden mikrobielle Proben von den Oberflächen dieser Wearables entnommen und anschließend unter für das Bakterienwachstum optimierten Laborbedingungen gezüchtet. Sobald die Bakterienkolonien etabliert waren, setzte man fortschrittliche molekulare Techniken und Sequenzierung ein. Dadurch identifizierten die Forschenden spezifischen Arten der vorhandenen Bakterien.

Zusätzliche Kontrollen begleiteten die Untersuchung, um beispielsweise sicher zu stellen, dass die Teilnehmenden ihre Wearables- und Smartwatch-Armbänder eine Woche lang vor der Probenahme nicht desinfizierten. Zudem berücksichtigte man mögliche externe Kontaminationen.

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Das fanden die Forschenden heraus

Das Ergebnis klingt unangenehm. So entdeckten das Wissenschaftsteam auf etwa 95 Prozent der getesteten Exemplare Bakterien. Dabei handelte es sich nicht nur um harmlose Erreger. Denn man fand auch verschiedene gesundheitsgefährdende Bakterien wie Staphylococcus aureus, der Hautinfektionen verursacht, sowie Corynebacterium, das mit unangenehmem Geruch in Verbindung gebracht wird. Darüber hinaus waren Spuren von Micrococcus vorhanden. Die Bakterien können zu verschiedenen Hautproblemen führen.

Alle diese Erreger gedeihen in feuchter Umgebung und können sich unter den richtigen Bedingungen schnell vermehren. Die Art des Materials eines Fitnesstracker- oder Smartwatch-Armbandes spielt dabei allerdings eine wichtige Rolle, so die Forschenden in ihrer Studie. Hervorgehoben hatte man diesbezüglich Gummi- und Kunststoffexemplare, die als die größten Übeltäter mit den höchsten Kontaminationsraten identifiziert wurden.

Wenn du also eine neue Smartwatch kaufen oder das Armbands wechseln möchtest, solltest du dich zunächst über das Material informieren und prüfen, ob es sich leicht reinigen und desinfizieren lässt. Das sich Armbänder bei den meisten Uhren und Wearables austauschen lassen, ist es kein Problem, auf die genannten zu verzichten.

Quellen: „Prevalence and Disinfection of Bacteria Associated with Various Types of Wristbands“ (2023, Advanced and Infectious Diseases)

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