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Elektroautos: „Ausgebremst“ – darum geht es mit den Stromern nur schleppend voran

Für eine zunehmende Verbreitung von Elektroautos muss noch viel passieren. Eine pressierende Baustelle ist die Verfügbarkeit von ausreichend vielen Ladepunkten. Nun wird neue Kritik laut.

Ein Elektroauto wird an einer Wallbox aufgeladen.
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Es muss mehr geschehen, um Elektroautos in Deutschland weiterhin auf die Sprünge zu helfen. Neben finanziellen Anreizen, die aktuell von staatlicher Seite aus fehlen, muss auch die entsprechende Infrastruktur weiter ausgebaut werden. Doch auch hier hapert es noch gewaltig, wie nun die bekannte Tankstellenkette Aral moniert.

Elektroautos: Aral kommt bei Ladepunkten nicht voran

Das blaue Aral-Schild dürfte vielen gut bekannt sein. Mit etwa 2.400 Standorten ist es Deutschlands größte Tankstellenkette. Entsprechend viele Kapazitäten und Möglichkeiten gibt es dort für zahlreiche neue Ladesäulen für Elektroautos, die einen Unterschied machen könnten. Aber genau daran mangelt es noch.

An guten Absichten liegt es dabei nicht. Erst im September 2023 kündigte das Unternehmen an, die eigene Schnellladeinfrastruktur stark ausbauen zu wollen. Allerdings scheitert man an gleich mehreren Hindernissen. Wie Arals Vorstandsvorsitzender Achim Bothe gegenüber der WAZ (Paywall, via Golem) mitteilte, ist ausgerechnet fehlende Energie ein großes Problem.

Örtliche Stromnetzbetreiber könnten teilweise die benötigten Leistungen gar nicht erst bereitstellen. Und das würde im gesamten bundesdeutschen Raum vorkommen.

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Bürokratische Hindernisse sorgen für zusätzliche Schwierigkeiten

Bothe zufolge würde man „richtig Gas“ geben wollen. Aktuell kommt man bei Aral auf circa 2.300 Ladepunkte für Elektroautos, aber bis 2025 sollen 5.000 sein – also mehr als doppelt so viele. Und bis 2030 will man es sogar auf bis zu 20.000 gebracht haben.

Neben äußeren Umständen steht aber die berühmt-berüchtigte deutsche Bürokratie dem Vorhaben noch im Weg. Durch die Kombination aller Faktoren werde Aral deshalb „ausgebremst“. Gerade was die Beschaffung von Transformatoren angeht, muss man sich noch oftmals in Geduld üben: Zwischen Antragstellung und Baugenehmigung kann mehr als ein Jahr vergehen. Damit das in Zukunft schneller geht, wünscht sich Bothe, dass Unternehmen Ladesäulen für Elektroautos auch ohne Genehmigungen aufstellen können.

Quelle: WAZ (via Golem)

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