An ihrer Existenz zweifelt keiner: Bereits Einstein hat die Existenz der Schwarzen Löcher vorausgesagt. Seitdem wurden einige dieser Schwarzen Löcher entdeckt. Nur diese auch zu beweisen, stellte sich als kompliziert heraus. Jetzt haben Astronomen:innen ein neues Schwarzes Loch entdeckt, dass aufgrund seiner besonderen Eigenschaften sehr gut nachzuweisen ist.

Das große Schwarze Loch im NGC 1850

Laut des Portals „Phys.Org“ weist das neu entdeckte Schwarze Loch zwei Besonderheiten auf: Erstens ist es Teil eines Doppelsternsystems.

Das NGC 1850 ist die Bezeichnung für einen Sternenhaufen, an den das Schwarze Loch gebunden ist. Es handelt sich um einen Haufen von Sternen, die gravitativ aneinandergebunden sind. Wenn ein sichtbarer Stern dieses Sternenhaufen etwas umkreist, gehen Astronomen:innen davon aus, dass sie es mit einem Schwarzen Loch zu tun haben. Daraufhin prüfen sie dann die Bewegungen des Sterns und können somit bestimmte Eigenschaften über das Schwarze Loch herausfinden.

Die zweite Besonderheit ist, dass das Schwarze Loch exzeptionelle Massenwerte aufweist: Circa elf-mal massenreicher als die Sonne ist dieses gewaltige Weltraum-Phänomen. Solch enorme Größen kann sich unser Gedächtnis nur schwer vorstellen.

Den Schwarzen Löchern auf den Spuren

Schwarze Löcher nachzuweisen ist und bleibt eine schwierige Angelegenheit für die Astronomen:innen. Die Identifikation eines Schwarzen Lochs im Sternenhaufen stellt einen Idealfall dar.

Dennoch gibt es seit neustem einen zweiten Weg, um diese zu erkennen: Durch die Gezeitenströmung. Dabei handelt es sich um eine Explosion, die dadurch verursacht wird, dass ein Stern zu nah an ein Schwarzes Loch gerät. Dieses zerreißt den Stern dann, sodass ein enormer Lichtstrom entsteht, der über Monate bestehen bleibt. Vor wenigen Monaten gelang es einem Forscher-Team erstmalig diesen Lichtstrom zu erkennen und somit ein Schwarzes Loch nachzuweisen.

Auf diese Weise werden wahrscheinlich weitere Schwarze Löcher entdeckt werden. Schließlich schweben im Weltall unendlich viele davon herum.

Quelle: Phys.Org

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