Das Weltall hat etwas Mysteriöses an sich. Das ist nicht zuletzt wegen der herumschwebenden Körper so. Einige von ihnen, wie die Schwarzen Löcher, erreichen gewaltige Größen und haben eine enorme Anziehungskraft. Jeder hat schon einmal etwas über sie gehört. Doch nur die wenigsten wissen wie viele Schwarze Löcher es tatsächlich im Weltall gibt.

Was genau sind Schwarze Löcher und was ist ihre Tarnung?

Schwarze Löcher sind im Weltall herumschwebende Objekte, die eine kleine Masse besitzen. Dadurch, dass ihre Masse derart kompakt ist, verfügen diese Objekte über eine enorme Anziehungskraft. Wenn eine Materie in den Radius dieser Anziehungskraft gelangt, wird es vom Schwarzen Loch eingezogen. Nicht einmal das Licht mit seiner hohen Geschwindigkeit, kann dieser Kraft entrinnen.

Daher, dass sich das Licht nie in ihrer Nähe befinden kann, gehen die Schwarzen Löcher in der Dunkelheit des Weltalls unter. Sie sind sie also optisch, bzw. mit direkten Methoden, nicht zu erkennen.

Allerdings gibt es indirekte Methoden, um die Schwarzen Löcher ausfündig zu machen. Sie hinterlassen nämlich bestimmte Spuren auf ihren Wegen. Astronomen:innen haben dadurch beweisen können, wie viele Schwarze Löcher es im Weltall gibt.

Symbolbild schwarzes Loch, Credits: imago images / UPI Photo

Schwarze Löcher im Weltall – Erkennungsmerkmale

Heute gibt es zwei indirekte Wege, auf denen sich die Schwarzen Löcher nachweisen lassen. Der erste Weg ist durch die Entstehung eines Lichtstroms in ihrer Nähe.

Es stimmt zwar, dass das Licht immer von Schwarzen Löchern eingezogen wird, wenn es zu nah an sie herankommt.

Bei Sternen sieht das allerdings anders aus:

Wenn diese eingezogen werden, entsteht eine Explosion. Der Stern wird vom Schwarzen Loch zerrissen, doch dadurch entsteht ein gewaltiger Lichtstrom, der dieses beleuchtet. Die Beleuchtung verweilt über Monate.

Vor wenigen Monaten gelang es einem Forscher-Team erstmals ein Schwarzes Loch im Weltall auf diesem Wege nachzuweisen.

In NASAs Simulationsvideo kannst du sehen, wie genau Schwarze Löcher und der Lichtstrom aussehen:

Simulationsvideo zur Zerstörung eines Sterns, Credits: NASA Goddard

Eine zweite Möglichkeit zur Erkennung bietet die Bindung eines Schwarzen Lochs an einen Sternenhaufen. Es handelt sich dabei um Haufen von Sternen, die gravitativ aneinandergebunden sind. Wenn ein sichtbarer Stern dieser Sternenhaufen etwas umkreist, vermuten Atsronomen:innen, dass sie es mit einem Schwarzen Loch zu tun haben. Daraufhin stellen sie eine komplette Rekonstruktion der Galaxie und Sternenpopulation auf.

Auf diese Weise wurde auch vor kurzer Zeit ein neues Schwarzes Loch von gewaltigem Ausmaß entdeckt.

Auch in Zukunft werden so immer mehr dieser mysteriösen Objekte erkannt werden.

Symbolbild schwarzes Loch, Credits: imago images / UPI Photo

Die Zählung

Nachdem die Astronomen:innen die ganze Sternenkonstellation der Galaxie rekonstruiert haben, können sie die Entwicklung der Schwarzen Löcher ausmachen. Die Größe wird anhand von Parsecs, einem Längenmaß, ausgemacht. Ein Parsec ist der mittlere Abstand von Sonne und Erde, die etwa 3,26 Lichtjahren oder etwa 30,9 Billionen Kilometer beträgt.

Laut „Space.com“ wurden auf jedem Kubik-Megaparsec (eine Millionen Parsec oder 3,26 Millionen Lichtjahre) ca. 50 Millionen Sonnenmassen an Schwarzen Löchern gefunden. Angenommen alle Schwarzen Löcher wären ein paar Mal so groß wie die Sonne. Dies würde bedeuten, dass es 10 Millionen von diesen Objekten mit diesem selben Volumen im Weltall gibt.

Das sind enorme Größen, die unsere Vorstellungskraft überschreiten. Doch diesen Effekt erzeugen nicht nur die Schwarzen Löcher. Im Weltall gibt es viele Anomalien, die kaum zu glauben sind.

Quellen: Space.com, eigene Recherche

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