Science 

Frankenstein lässt grüßen! Wie Forscher Tiere wie das Mammut wiederbeleben wollen

Bevor es einen Mammut-Klon geben könnte, kommt 2022 zunächst der Kinofilm darüber.
Bevor es einen Mammut-Klon geben könnte, kommt 2022 zunächst der Kinofilm darüber.
Foto: Flying Puffin, Woolly mammoth, CC BY-SA 2.0
Klingt zu verrückt, um wahr zu sein: Forscher versuchen wieder Mammuts in die Welt zu setzen. Und auch andere ausgestorbene Tiere sollen bald wieder auf der Erde wandeln.

Seit 2008 die Genomsequenz von Mammuts entschlüsselt worden ist, machen sich Wissenschaftler Hoffnungen die elefantenähnlichen Tiere wieder ins Leben zurückzuholen.

Eine Idee, die offensichtlich nicht nur George Church begeisterte, Genetik-Professor an der Harvard University. Eines seiner Forschungsprojekte beschäftigt sich mit den vor Jahrtausenden ausgestorbenen Mammuts. Als er 2015 mit dem Silicon Valley-Milliardär Peter Thiel in Kontakt trat, spendete der rund 100.000 US-Dollar für das ungewöhnliches Projekt der Mammut-Wiederbelebung.

Noch kein Mammut-Klon

Die Ergebnisse bisher sind überschaubar. Von einem lebendigen Mammut-Klon ist man noch weit entfernt – einer Maus konnte man aber immerhin Mammut-Fell wachsen lassen, indem man ihr modifizierte Elefantenzellen implantierte.

Das klingt zwar nach Science Fiction, aber nicht so recht nach Material für einen spannenden Thriller, zumal es fraglich ist, ob es die Genetik überhaupt in absehbarer Zeit schaffen wird, einen so großen und komplexen Organismus wie den eines Mammuts im Reagenzglas zu erschaffen.

Da werden anderen ausgestorbenen Tieren schon weit bessere Chancen auf eine Reinkarnation eingeräumt. Welche das sind, seht ihr hier:

Mammut als Filmstar

Andererseits: Exzentrischer Milliardär, der das Projekt eines angesehenen Forschers finanziert, um legendäres, ausgestorbenes Tier zum Leben zu erwecken, hat schon Frankenstein-Charme. Kein Wunder also, dass das Projekt als Buch existiert und verfilmt werden soll.

Im August vergangenen Jahres kaufte Fox die Filmrechte für das neue Buch des amerikanischen Bestseller-Autors Ben Mezrich mit dem etwas sperrigen Titel "Woolly: The True Story of the Quest to Revive One of History’s Most Iconic Extinct Creatures". Obwohl das Buch zu diesem Zeitpunkt noch nicht erschienen war (offizieller Verkaufsstart war der 7. Juli 2017), kein allzu ungewöhnlicher Deal, denn Filmadaptionen von Mezrichs Büchern haben sich bewährt: "Bringing Down the House" über eine Gruppe von MIT-Studenten, die durch Kartenzählen enorme Gewinne mit Black Jack machten, wurde 2008 als "21" verfilmt, "The Social Network", basierend auf Mezrichs "The Accidential Billionaires" gewann 2011 sogar mehrere Oscars.

Mezrich hat sich auf Geschichten spezialisiert, in denen Studenten renommierter Universitäten mit vermeintlich verrückten Ideen zu einer Menge Erfolg und Geld kommen. Mit Woolly, dem Film über den Versuch, ein echtes Mammut zu erzeugen, verhält es sich dann doch ein Stück weit anders. Die kuriose Krönung des Ganzen: Das Budget des Mammut-Films ist mit 80 Millionen US-Dollar rund 800 mal so hoch wie das des Forschungsprojekts.

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