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Leben ohne Kater – Wie eine Pille das möglich machen könnte

Auf dem Oktoberfest wird schnell mal ein Bier zu viel getrunken - die "Anti-Kater-Pille" könnte in Zukunft vor dem bösen Erwachen am nächsten Tag schützen.
Auf dem Oktoberfest wird schnell mal ein Bier zu viel getrunken - die "Anti-Kater-Pille" könnte in Zukunft vor dem bösen Erwachen am nächsten Tag schützen.
Foto: imago/Ralph Peters
Gestern zu tief ins Glas geschaut? Diese Anti-Kater-Pille könnte in Zukunft die Lösung sein. Bei Mäusen sinkt die Blutalkoholkonzentration mit der neuen Pille drastisch.

Das kennt beinahe jeder. Eine durchtanzte Nacht mit viel Alkohol und wenig Schlaf. Da ist der Kater am nächsten Morgen programmiert. Doch das ist vielleicht bald schon Geschichte, wie „Theconversation“ schreibt. US-Forscher haben nämlich eine Pille entwickelt, die dem Kater vorbeugen soll.

Acht bis zehn Prozent aller Fälle in amerikanischen Notaufnahme-Stationen gehen auf Alkoholvergiftung zurück, schreibt Yunfeng Lu, Professor für Chemie-und Biomulekular-Technik an der Universität von Kalifornien. Auch vorzeitige Todesfälle und Leberkrebs würden durch Alkohol verursacht.

Lebensrettendes Mittel für die Gesundheit

Aus diesen Gründen und weil Yunfeng ein Weinliebhaber ist, wie er schreibt, entschied er sich ein Gegenmittel zu entwickeln, dass den Kater blockiert und gleichzeitig ein lebensrettendes Mittel darstelle. Zusammen mit einem Experten für Leberkrankheiten entwickelte er eine Pille aus drei natürlichen Enzymen, die den Alkohol in „harmlose Moleküle“ verwandeln sollen. In einer Pille verpackt verabreichten die Forscher diese den Mäusen, beschreibt der Professor seine Studie.

Blutalkoholwert sinkt bei Mäusen um 45 Prozent

Und siehe da: Die Nagetiere, die die Pille bekommen hatten, wiesen im Vergleich mit Mäusen ohne Pillenhilfe nach vier Stunden einen um 45 Prozent gesunkenen Blutalkoholwert vor. Auch der Wert des Acetaldehyd, verantwortlich für den bösen Kater, sei klein geblieben. Außerdem seien die Mäuse schneller aufgewacht.

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Das sei für Studenten gut, schreibt der Professor. Animiert er seine Studenten zu noch exzessiveren College-Partys? Fakt ist, noch muss man sich mit Kopfschmerzen plagen. Denn die Pille muss erst noch an Menschen getestet werden. Und das werde nicht vor dem nächstem Jahr stattfinden, so der Bericht.

Und bis dahin plane die Forschergruppe verantwortungsvoll zu trinken und hofft, dass der Rest das auch tut. Warum dann überhaupt eine Pille gegen den Kater? (ln)

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