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Ist Rauchen schädlicher als Dampfen? Der Urin von 5.000 Probanden lügt nicht

Ist dampfen wirklich weniger schädlich als Rauchen, wir klären dich auf.
Ist dampfen wirklich weniger schädlich als Rauchen, wir klären dich auf.
Foto: Pexels
Es ist die ewige Frage der Tabak-Lobby: Ist Dampfen wirklich weniger schädlich als Rauchen? Forscher haben nun den Urin von über 5.000 Probanden untersucht, um das herauszufinden.

Bekommt man beim Dampfen dieselben oder ähnliche giftige Stoffe wie beim Rauchen ab? Und wie unterscheiden sich Zigaretten und E-Zigaretten in ihrer Schädlichkeit? Dieser Frage nahm sich ein Forscherteam an. Für ihre Klärung untersuchten es den Urin von 5.105 Probanden.

Längsschnittstudie untersucht den Urin von Probanden

Die Ergebnisse ihrer Kohortenstudie veröffentlichten die Wissenschaftler um Maciej Lukasz im JAMA Network der American Medical Association. Begründet wurde das Projekt mit der steigenden Zahl von E-Zigaretten-Konsumenten. So sei zwar bekannt, dass Dampfen weniger schädlich als Rauchen ist. Jedoch werde dabei ignoriert, dass es trotzdem schädlich ist.

Im Rahmen ihrer bevölkerungsbezogenen Längsschnittstudie befragten die Forscher zwischen 2013 und 2014 rund 5.105 US-Bürger. Zwischen dem 04. November 2016 und dem 05. Oktober 2017 führten sie eine Querschnittsanalyse durch, die das Ausgesetztsein gegenüber toxischen Tabakstoffen untersuchte. Die Studienteilnehmer waren ausschließlich Erwachsene im Alter von 35 bis 54 Jahren, die für die Studie Daten zu ihrem Tabakkonsum sowie eine Urinprobe bereitstellten.

Rauchen oder dampfen – was ist schlimmer?

Die Forscher maßen die Konzentration von Stoffen wie Nikotin, tabakspezifische Nitrosamine (TSNA), Metalle, polycyclische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) und flüchtigen organischen Verbindungen (VOC) im Körper der Probanden. In einer signifikanten Mehrheit der Fälle wies der Urin der Nutzer von E-Zigaretten eine geringere Schadstoffbelastung auf als das von Zigarettenrauchern.

Sobald herkömmliche Zigaretten hinzugezogen wurden, stieg auch die Konzentration tabakspezifischer toxischer Stoffe im Körper der Probanden. Wenngleich E-Zigaretten also weniger schädlich sind als die herkömmliche Alternative, bergen sie doch eine reichhaltige Palette an schädlichen Substanzen. Hinzu kommen Gefährdungen durch fehlerhafte Technik. So kam es im Mai 2018 zum ersten Tod durch eine explodierende E-Zigarette.

Wie so häufig gilt: Wer sich nicht allzu blöd anstellt, muss sich vor solchen Vorfällen auch nicht fürchten. Ein Negativbeispiel ist das eines Air China-Piloten, der im Juli beinahe eine Absturz verursachte, weil er nach dem Dampfen seiner E-Zigarette das Cockpit lüften wollte.

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