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Du denkst, du verschmutzt die Umwelt nicht? Dann schau dir diese Karte an

Selbst ein scheinbar harmloses Lagerfeuer trägt zur Verschmutzung der Umwelt bei.
Selbst ein scheinbar harmloses Lagerfeuer trägt zur Verschmutzung der Umwelt bei.
Foto: imago/Westend61
Wir sind viel zu unbedeutend, um die Natur zu beeinflussen? Von wegen! Diese Karte zeigt, wie gewaltig unsere Umweltsünden wirklich sind.

Klar, wir Menschen verschmutzen die Umwelt. Doch wenn es darum geht zu begreifen, wie stark unser Einfluss auf das Ökosystem wirklich ist, stößt die menschliche Vorstellungskraft schnell an ihre Grenzen. Eine neue Karte des Start-up Descartes Lap hilft jetzt dabei, die Auswirkungen unseren naturschädigen Verhaltens in für uns verständliche Konzepte zu übersetzen. Dabei zeigt sie die Verteilung des Gases Stickstoffdioxid auf der Erde – Das Ergebnis ist erschütternd.

Wie Stickstoffdioxid eine Weltkarte der Umweltverschmutzung zeichnet

Stickstoffdioxid fällt vor allem bei Verbrennungen an. Jedes Mal, wenn du dein (nicht-elektrisches) Auto startest, RWE Braunkohle verfeuert oder die örtliche Müllverbrennungsanlage eine Ladung Restmüll vernichtet, wird der Schadstoff emittiert. Und der ist für eine Menge Umwelt- und Gesundheitsschäden verantwortlich. Unter anderem löst er Lungenprobleme aus und sorgt für sauren Regen.

Auf einer neuen Karte, die das Data Analyst Start-up Descartes Labs angefertigt hat, ist zu sehen, wo genau das Gas ausgestoßen wird. Doch dabei sind nicht nur hier und da ein paar Emittierung-Hotspots zu erkennen. Im Gegenteil:

Mit menschengemachten Prozessen wird genug von dem Stoff produziert, um durch die grafische Aufbereitung seiner Verbreitung die Formen der Kontinente sichtbar zu machen. Kurz gesagt: Überall dort wo Menschen leben, wird etwas verbrannt, und zwar so viel, dass eine massive Gaswolke schon die Gestalt der Landmassen reproduziert.

Selbst im Niemandsland verpesten wir die Luft

Wie zu erwarten ist die Konzentration des Gases in dicht besiedelten Regionen höher als auf dem Land, doch selbst in abgelegenen Ecken ist es noch zu finden. Dieser Umstand ist laut Tim Wallace, Grafikdesigner bei Descartes, damit zu erklären, das auch in diesen Regionen Abgase durch Bohrinseln, Containerschiffe oder Industriekomplexe erzeugt werden, wie er dem Portal The Verge erklärt.

Wie ein Turm Schadstoffe aus der Luft saugen könnte

Die der Karte zugrunde liegenden Daten wurden von einem Sentinel-Satelliten der ESA gesammelt. Mit diesen Satelliten möchte die europäische Raumfahrtagentur Veränderungen auf der Erdoberfläche beobachten und so unsere Zukunft sichern. Doch wie kann man die Luftqualität wieder verbessern? Eine Idee: Dieser Smog-fressende Turm soll Großstädte reinigen.

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