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Science 

Erwischt! Da hüpft doch tatsächlich Wasser über den Mond

Dass auf dem Mond Wasser existiert, war bereits bekannt. Jetzt sollen sich die Moleküle sogar bewegen.
Foto: NASA
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Viele stellen sich den Mond als trockene Kraterwüste vor. Doch das stimmt gar nicht unbedingt. Die NASA hat sogar Wassermoleküle auf dem Erdtrabanten gefunden. Und sie bewegen sich.

Der Mond ist nicht nur für Laien, sondern auch für Forscher nach wie vor ein Mysterium. Bisher überwog das Bild eines mit Kratern übersäten, trockenen Erdtrabanten. Dass das gar nicht vollends stimmt, haben Untersuchungen der NASA bereits gezeigt. Nun die Entdeckung: Dort gibt es Wasser, das sich sogar bewegt.

Auf dem Mond ist Wasser in Bewegung

Der Lunar Reconnaissance Orbiter (LRO) der NASA hat etwas Erstaunliches entdeckt: Auf dem lange als trocken und staubig geltenden Mond sind Wassermoleküle vorhanden, die sich bewegen. Ihr Verhalten lässt Rückschlüsse auf den Verlauf eines Mondtages zu. Das teilte die NASA mit.

Der LRO erforscht seit Juni 2009 den Mond-Orbit. Die Oberfläche des Erdtrabanten hat er bereits für die NASA kartiert, nun ist er darauf aus, mögliche Landeplätze zu finden. Auf seinen Missionen konnte er bereits entdecken, dass Eis nahe den Mondpolen existiert und dass flüssiges Wasser tatsächlich in dem Material der Mondoberfläche, Regolith genannt, vorkommt. Nun hat er enthüllt, dass dieses Wasser sich während des Mondtages in Bewegung befindet.

Wassermoleküle auf dem Mond hüpfen

Eine Studie zum Wassergehalt auf dem Mond soll in der Zeitschrift Geophysical Research Letters veröffentlicht werden. Wie die NASA verkündet, sollen die Erkenntnisse ein lebendiges Bild vom Leben der Wassermoleküle zeichnen. Die US-Raumfahrtbhörde beschreibt ihr Verhalten wie folgt:

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Tour auf dem Mond in hochauflösenden Bildern

"Die Wassermoleküle bleiben fest an den Regolithen gebunden, bis die Oberflächentemperaturen mittags ihren Höhepunkt erreichen. Dann desorbieren die Moleküle thermisch und können an einen nahe gelegenen Ort springen, der kalt genug ist, damit das Molekül an der extrem dünnen Atmosphäre oder Exosphäre des Mondes anhaften oder diese bevölkern kann, bis die Temperaturen absinken und die Moleküle an die Oberfläche zurückkehren."

Und wozu das alles?

Daten wie die der Wassermoleküle können helfen, zukünftige Missionen zum Mond besser zu planen. Möglicherweise kann mit ihrer Hilfe sogar eine permanente Basis, etwa in Form eines Monddorfes entstehen, ein internationaler Außenposten auf dem Erdtrabanten, von wo aus Missionen ins tiefere All stattfinden könnten. Für Touristen würde der erste Mondtrip allerdings gefährlich. Übrigens: So sieht der Mond an jedem einzelnen Tag in 2019 aus.

Di, 18.06.2019, 10.46 Uhr

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