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Gehirnfrost beim Eisessen – das sagen Forscher zur Gefahr des stechenden Schmerzes

Unangenehm! Gehirnfrost kann vorkommen, wenn du ein Eis essen bist.
Unangenehm! Gehirnfrost kann vorkommen, wenn du ein Eis essen bist.
Foto: iStock/AaronAmat
Jetzt ein Eis? Bei den Temperaturen ist das sicher ein Genuss. Wenn da nicht der unangenehme Gehirnfrost wäre, der stechende Kopfschmerzen verursacht. Ob der gefährlich für dich ist, erklären wir dir.

Es ist Sommer, und welches Verlangen ist da stärker als ein Eis zu verputzen? Das gefrorene Dessert hat jedoch einen Nachteil, den fast jeder schon einmal kennengelernt hat: den Gehirnfrost. Vor allem, wenn du zu schnell schleckst und schlingst, macht er sich bemerkbar, auch bekannt als Eiskopfschmerz oder Brain Freeze. Doch wie gefährlich ist er eigentlich? Ein Neurologe antwortet auf die wichtigste Frage beim Eisessen.

Das ist der Grund für den Gehirnfrost beim Eisessen

Es passiert, wenn du ein Eis isst oder ein sehr kaltes Getränk zu dir nimmst: ein stechender Schmerz im Kopf tritt auf, der viele Namen hat:

  • Gehirnfrost
  • Kältekopfschmerz
  • Eiscreme-Kopfschmerz
  • oder Brain Freeze

Er dauert zwar nur einige Sekunden, kann jedoch sehr unangenehm sein. Woher kommt er überhaupt? Der US-Gesundheitsplattform healthnewsdigest.com gab der Neurologe Dr. Amaal Starling Antworten auf diese Frage.

"Wir Ärzte nennen das einen Kältekopfschmerz", so Starling. Schnelle Veränderungen in den Blutgefäßen seien dafür verantwortlich. Besonders die Gefäße im hinteren Teil der Kehle seien davon betroffen. "Wenn diese Gefäße schnell etwas sehr Kaltem ausgesetzt sind, verengen sie sich oder werden kleiner." Danach würden sie sich wieder erweitern. Dieser Wechsel aktiviere die Schmerzrezeptoren. Die Folge: Gehirnfrost.

Ist Gehirnfrost durch Eisessen gefährlich?

Aber wir wollen doch in Ruhe weiter unser Eis essen. Müssen wir uns wegen des stechenden Kopfschmerzes Sorgen machen? Auch auf diese Frage hat Starling eine Antwort: Nein. So unangenehm der Brain Freeze auch sein mag, er ist nicht gefährlich.

Sein Tipp: Immer langsam kalte Getränke konsumieren und Eis essen. Das könne den Impuls zwar nicht immer verhindern, aber meist etwas mildern.

So viel Eis essen die Deutschen

Auch eine aktuelle Studie zeigt das Ausmaß des Gehirnfrosts. Besonders an heißen Tagen (und wir erleben derzeit Hitzewellen ohne Ende), sei der Verbrauch von Eiscreme rasant gestiegen. So gaben die Deutschen von Juni 2018 bis Mai 2019 rund 1,7 Milliarden Euro für Eis aus. Das sind 21,25 Euro pro Kopf. "Der heiße Sommer im letzten Jahr hat dafür gesorgt, dass die Verbraucher fast 20 Millionen Liter mehr Eiscreme in Supermarkt und Co. gekauft haben", sagte der Nielsen-Eis-Experte Sascha Küchler dem Portal inFranken.de.

Wir dürfen gespannt sein, ob sich mit dem neuen deutschen Hitzerekord diese Zahl noch einmal gesteigert hat. Wusstest du übrigens auch, dass dein Gehirn einen Kompass hat?

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