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Angsteinflößend: So brutal sehen Australiens Buschfeuer aus dem All aus

Australiens Buschfeuer sehen auf diesen Weltall-Bildern noch zerstörerischer aus.
Australiens Buschfeuer sehen auf diesen Weltall-Bildern noch zerstörerischer aus.
Foto: Getty Images AsiaPac
Australiens Buschfeuer breiten sich immer weiter aus. Den ganzen Wahnsinn des zerstörerischen Phänomens offenbaren diese Weltall-Bilder.

Es sind erschreckende Bilder: Seit mehreren Wochen wüten im südöstlichen Australien Buschfeuer verheerenden Ausmaßes. Millionen Tiere und Dutzende Menschen haben sie bereits das Leben gekostet, zahlreiche sind von den Bränden eingeschlossen und in höchster Gefahr. Doch nicht nur im Fernsehen und im Netz kursieren Fotos und Videos der Katastrophe. Mit einem Tool der NASA sind nun auch Weltall-Bilder verfügbar, die einfach nur Angst machen.

Australiens Buschfeuer: Weltall-Bilder zeigen das ganze Ausmaß

In den Bundesstaaten New South Wales und Victoria herrscht derzeit der Ausnahmezustand. Immer weiter breiten sich in Australien die Buschfeuer aus. Für den Kontinent ist es eine der schwersten Umweltkrisen seit mehreren Jahrzehnten. Schon im TV und Internet sieht das furchterregend aus, verbrannte Kängurus, sterbende Koalabären und unermüdlich gegen die Flammen kämpfende Feuerwehrleute sind täglich im TV und Internet zu sehen.

Die NASA zeigt mit neuen Weltall-Bildern die Katastrophe derweil weiteren Perspektive. Die US-Weltraumbehörde betreibt allein 26 Satelliten, die zusammen das Earth Observing System (EOS) bilden. Diese Satelliten senden Daten, die die NASA mit dem Worldview-Tool auswertet. Das ist wie eine interaktive Seite mit über 900 Bildschichten. Mit deren Hilfe ist es möglich, Naturkatastrophen wie Australiens Buschfeuer über einen langen Zeitraum hinweg zu beobachten.

27.000 Quadratkilometer Zerstörung

Im zeitlichen Verlauf ist auf den Weltall-Bildern anschaulich und angsteinflößend zugleich die Entwicklung der Brände zu sehen. Eine schwere Dürre im Oktober 2019 war die Hauptursache für die Katastrophe. Bis zum 12. Dezember hatten die Feuer eine Fläche von etwa 27.000 Quadratkilometer zerstört, wie Vertreter der NASA in einer Beschreibung der Animation berichten.

Die Verschmutzungsmessungen auf dem Satelliten Terra ergaben außerdem, dass die Region von ungewöhnlich hohen Kohlenmonoxid-Konzentrationen überdeckt ist, einem geruchtlosen und gefährlichen Gas, das bei der Verbrennung von Pflanzen und fossilen Brennstoffen freigesetzt wird.

Der Klimawandel hat Folgen – das könnte mit uns und der Erde geschehen
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Rauchwolken bis zu 13 Kilometer hoch

Die australischen Buschfeuer haben vor allem Eukalyptuswälder beschädigt, die besonders anfällig für Brände sind. Die Trockenzeit war im Oktober 2019 so intensiv, dass die Pflanzen ihre Keime nicht freisetzen konnten. Da sie die Flammen nicht ertragen, sterben die meisten davon ab.

Ein Sensor der NASA konnte auch beobachten, wie sich Hitze und Trockenheit im November weiter ausbreitete. Er misst die in den Weltraum zurückgestrahlte Wärme. So wurden die Sonnenstrahlen während des ersten Monats der Feuer von der Erdoberfläche absorbiert, emittiert und reflektiert.

Zudem zeigt eine Animation die hohen Schwarzkohlenstoffemissionen der Waldbrände von Anfang November. Die Rauchwolken wehten durch die Atmosphäre und über den Pazifik bis zu 13 Kilometer hoch. Für Waldbrände ist das außergewöhnlich hoch.

Der Anfang eines "Feuer-Zeitalters"?

Derartige Weltall-Bilder von Satelliten können, so erschreckend sie auch sind, dennoch hilfreich sein. Nicht nur der NASA, auch anderen Forscher weltweit zeigen sie die Folgen des Klimawandels für die Erde auf. Die Bilder von Australiens Buschfeuern sollen demnach ein Anzeichen für ein noch beängstigenderes Szenario sein: ein "Feuer-Zeitalter" auf unserem Planeten.

Einem Experten zufolge könnte diese Ära, Pyrozän genannt, mit der einer Eiszeit vergleichbar sein, nur, dass das Feuer das wichtigste Element sein würde. Der Klimawandel ist so weit fortgeschritten, dass sogar die Arktis brennt. Selten sind dagegen glücklicherweise die sogenannten Feuertornados. Trotzdem ist es kein Wunder, dass der Klimawandel langsam krank macht.

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