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Forscher warnen: Willst du deine Gehirnleistung steigern, vermeide unbedingt diesen Fehler

Life Science: Mythen und Fakten zu den wichtigsten Fragen des Alltags
Fr, 22.11.2019, 11.32 Uhr

Life Science: Mythen und Fakten zum Thema Gesundheit

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Wissenschaftler sind sich sicher: Wer seine Gehirnleistung steigern will, sollte besonders einer Sache abschwören. Und die hat auf den ersten Blick nichts mit Gehirnjogging zu tun.

Ob mit Sudoku, Kreuzworträtseln oder Dr. Kawashimas Gehirnjogging – auf vielfältige Art und Weise versuchen wir, unsere Gehirnzellen auf Trab zu halten. Der Antwort auf die Frage, was davon wirklich und vor allem langfristig hilft, kommen Forscher dabei immer näher. Eine Studie ist mit ihren Resultaten nun einen Schritt weiter, wenn es darum geht, wie wir unsere Gehirnleistung steigern können. Die größte Erkenntnis dabei: Einen Fehler sollten wir auf keinen Fall mehr machen.

Gehirnleistung steigern: Es fängt mit Fehlervermeidung an

Bis wir das volle oder wenigstens einen großen Teil des Potenzials unseres Gehirns ausschöpfen können, wird wohl noch eine lange Zeit vergehen. Bis dahin arbeiten Forscher kontinuierlich daran, uns zu zeigen, wie am besten wir unsere Gehirnleistung steigern. Denn ein Stück weit haben wir es selbst in der Hand, auch wenn noch darüber gestritten wird, ob das Gehirn wirklich trainiert werden kann.

Einen Fortschritt in diesem Bereich hat ein Forscherteam des Massachussetts General Hospital jüngst erreicht. In ihrer Studie untersuchten die Wissenschaftler sogenannte "Superager". Das sind Menschen, die älter als 65 Jahre sind, aber eine Gehirnleistung von MIttzwanzigern haben. Das wünscht sich natürlich jeder. Es galt herauszufinden, ob und, wenn ja, welche Unterschiede es zwischen den Gehirnen der Untersuchten und den "normalen" Gehirnen von Gleichaltrigen gibt.

Die Ergebnisse der Studie überraschten. Denn Unterschiede waren sehr wohl festzustellen. So wiesen bestimmte Bereiche der Denkorgane der Superager verdickte Stellen auf. Die "normalen" Gehirne zeigten dies nicht. Das Überraschende dabei: Die betroffenen, verdickten Stellen lagen nicht etwa in den Bereichen für kognitive Prozesse, die sich mit Gehirntraining optimieren lassen. Es waren die Bereiche, die in Zusammenhang mit starken Emotionen stehen.

Niemals aufgeben!

Die Frage ist nun: Wie wird man ein Superager? Und hier kommt der genannte Fehler ins Spiel, den man unbedingt vermeiden sollte, wenn man seine Gehirnleistung steigern will. Lisa Feldman Barrett ist eine der Autorinnen der Studie hat für die New York Times aufgeschrieben, welcher das ist: aufgeben.

Superager schauen sich nämlich nicht reihenweise traurige Filme an, um ihre Gehirnleistung zu steigern. Sie trainieren hart dafür, ihre Komfortzonen zu verlassen und dadurch Emotionen zuzulassen. Sich neuen Herausforderungen zu stellen, ist schließlich anstrengend und manchmal frustrieren. Das kann sich jedoch später in etwas Positives verwandeln: Erfolg, psychisch und physisch.

Gehirntraining: Ist es wirklich möglich?

Neuropsychologe Lutz Jäncke sieht das ähnlich. Der Süddeutschen Zeitung bestätigte er, dass alles, was wir intensiv üben, Spuren im Gehirn hinterlässt.

Allerdings übt er auch Kritik an der weit verbreiteten Meinung, dass man das Gehirn wie einen Muskel trainieren könne. Studien hätten gezeigt, dass Gehirnjogging funktionieren kann, um sich Zahlen und Wörter besser zu merken. Schwieriger wird es, mit Gehirntrainings die Gehirnleistung generell steigern zu wollen.

Lern doch mal 'ne Sprache

Sein Rat: "Viel besser wäre es, etwas zu üben, das man dann auch im Alltag anwenden kann: musizieren, eine Sprache lernen oder einen Literaturklub gründen." Damit scheint sich der Kreis zur anfangs angeführten Studie zu schließen. Denn was sollte besser auf die Emotionalitäten unserer grauen Zellen einwirken als solche Dinge, mit denen wir auch Gefühle verbinden?

Immerhin: Bei Patienten mit Hirnstörungen soll Gehirntraining mit Sudoku und Co. tatsächlich die Gehirnleistung steigern können. Es wird aber wohl noch einige Zeit dauern, bis wir unser Hirn endlich effizient nutzen. Bis dahin können diese Apps zum Gehirnjogging trotzdem nicht schaden. Oder du probierst Gehirnjogging mal anders mit diesen Tricks. Clever auch: Drei Tricks, die Elon Musks IQ erklären könnten.

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