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Düstere Staubwolken: Darum kommt es häufiger zum Sandsturm in Deutschland

Sandstürme in Deutschland kennt man eigentlich nicht. Doch sie werden sich in Zukunft vermehren. (Symbolbild)
Sandstürme in Deutschland kennt man eigentlich nicht. Doch sie werden sich in Zukunft vermehren. (Symbolbild)
Foto: iStock/Lutz Berlemont-Bernard
Von wegen nur in der Wüste: Sandstürme kommen auch in Deutschland vor. Tatsächlich tritt das Wetterphänomen immer häufiger hierzulande auf.

Wie der Name schon sagt, ist ein Sandsturm ein Sturm, der sowohl Staub als auch Sand mit sich befördert. Wenn du bislang geglaubt hast, dass so etwas nur in der Wüste vorkommen kann, liegst du tatsächlich falsch. Ein Sandsturm in Deutschland kann genauso zu den Wetterphänomenen gehören, wie auch in der Sahara. Welche Folgen das für uns haben kann und wie ein solcher Sturm entsteht, erfährst du von uns.

Sandsturm in Deutschland: Darum solltest du dich in Acht nehmen

Rasende Winde und Dunkelheit: Dieser Zustand beschreibt auch einen Sandsturm in Deutschland ziemlich gut. Dabei wird eine große Menge Sand aufgewirbelt und mit dem Sturm mitgeführt. Bei einem solchen starken Wind können bis zu 100 Millionen Tonnen Sand über große Entfernungen transportiert werden. Bei einem Sandsturm werden Wolken aus Staub und Sand vorwärtsbewegt, die eine Höhe von mehreren Kilometern erreichen kann.

Aber wie entsteht ein solcher Sandsturm?

Damit ein Sandsturm in Deutschland entstehen kann, muss es eine trockene Fläche geben, die weder Pflanzen noch andere Hindernisse beherbergt. An solchen Stelle kann ein Sturm sich völlig entfalten. Natürlich reicht dafür nicht ein einfacher Wind aus, sondern es muss sich um einen Lüftchen handeln, dass sich mit 7 Metern pro Sekunde voranbewegt. Es ist allerdings nicht der Sand, der den Himmel verdunkelt, sondern der sogenannte Schluff. Sand selbst wäre viel zu schwer, um soweit in die Luft gehoben zu werden.

Der Klimawandel hat Folgen – das könnte mit uns und der Erde geschehen
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Warum treten Sandstürme nun aber in Deutschland auf?

Untersuchungen zeigen, dass sich durch den Klimawandel mehr Energie in der Atmosphäre befindet. Dadurch verstärken sich die Luftdruckgradienten. Für die Zukunft erwartet die Klimaforschung mehr orkanartige Stürme und eine zunehmende Windgeschwindigkeit in den kommenden Jahrzehnten.

Vor allem im Nordosten Deutschlands wird mit höheren Niederschlägen gerechnet, zugleich soll aber die Verdunstung ebenfalls ansteigen. Dadurch steigt die Erosionsgefährdung. Die Folge dessen: mehr Sandstürme in Deutschland.

So können wir uns gegen Sandstürme schützen:

  • Pflege von Windschutzhecken
  • Das Mulchen von Böden
  • Stehenlassen von Stoppeln
  • Verstärkter Anbau von Wintergetreide
  • Erhöhung der Oberflächenrauigkeit

Fazit: Unberechenbare Gefahr für Deutschland

Wie die Klimaforschung zeigt, nimmt die Zahl der Sandstürme in Deutschland immer weiter zu. Vor einigen Jahren sorgte ein solcher Sturm auf der Autobahn A 19 zwischen Rostock und Güstrow für acht Tote und 131 Verletzte, da die Sicht ungemein beeinträchtigt war. Dieses Wetterphänomen sollte daher auf keinen Fall unterschätzt werden. Wetterphänomene, die ebenfalls eine Bedrohung in Deutschland darstellen, sind unter andere Stürme, Hochwasser oder Starkregen. Ein eher seltenes, aber früher als unheilbringendes Zeichen eingestuftes, Phänomen ist dahingegen der Blutregen in Deutschland.

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