Wer Selbstgespräche führt, muss nicht verrückt sein. Das ist ein Klischee, welches vor allem durch zahllose Filme geprägt wurde. Forscher:innen haben nämlich herausgefunden, dass dieses Verhalten enorme Vorteile für uns haben kann. Warum das so ist, verraten wir dir im Folgenden.

Selbstgespräche führen: Deshalb solltest du damit anfangen

Wenn dir deine Ziele wichtig sind und du sie erreichen willst, solltest du wirklich anfangen, Selbstgespräche zu führen. Beides hängt nämlich zusammen. Diese Erkenntnis will das Wissenschaftsmagazin Inverse mit einer Expertenbefragung herausgefunden haben. Besagte Expert:innen verrieten mehrheitlich, wie es ihnen auf unerwartete Weise zugute komme mit sich selbst zu sprechen.

Dabei soll es eher das mentale als hörbare Gespräch sein, dass die meisten Vorteile mit sich bringt. Und das Beste: Auch jene Menschen, die nicht regelmäßig mit sich selbst sprechen, können es sich antrainieren, um daraus Kapital zu schlagen.

Positiv bleiben ist enorm wichtig

Dabei müsse allerdings gegeben sein, dass der innere Monolog positiv ablaufe. Wer Selbstgespräche führe, in denen er sich für verpasste Chancen oder Ähnliches fertigmache, komme nicht weiter. Wer dagegen positive Selbstgespräche führe, dem falle es leichter sich Ziele zu setzen und zu erreichen. Das liege zum Teil auch daran, dass Gedankengespräche es uns ermöglichen, uns selbst zu überwachen.

Das zu trainieren soll angeblich jeder können, davon ist auch Judy Van Raalte überzeugt, Professorin am Springfield College. Gegenüber Inverse sagte sie, dass anstrengende Selbstgespräche – mit anderen Worten nicht-spontane – Selbstgespräche „so ähnlich wie das Üben einer sportlichen Fertigkeit“ seien. „Mit der Zeit kann es automatisch und mühelos angewendet werden.“

Sprich von dir selbst in der 2. oder 3. Person

Allerdings solltest du dich in diesem Fall vor einem fatalen Fehler in Acht nehmen, weiß auch Thomas Brinthaupt, Professor an der Middle Tennessee State University, der zum Thema Psychologie des Selbst forscht. Inverse sagte er, dass positive Selbstgespräche verhaltensbezogene, kognitive und emotionale Ziele fördern und verstärken können. Allerdings könnten wir uns „auch selbst mit unserem negativen Selbstgespräch kritisieren“.

Mach nicht diesen Fehler, wenn du Selbstgespräche führst.
Mach nicht diesen Fehler, wenn du Selbstgespräche führst.
Foto: imago images / Photocase

Welche Strategie empfiehlt sich also, wenn man mit wirklich Ziele setzen und erreichen will? Eine Studie aus dem Jahr 2017 gibt einige Hinweise darauf. Die Resultate legten nahe, dass der beste Weg, sich auf positive Selbstgespräche einzulassen, darin besteht, sich mit seinem Vornamen oder „Sie“ anzusprechen statt „ich“ zu verwenden. Das führt dazu, dass du über dich selbst so denkst, wie du es über andere Menschen tun würdest. Dadurch wird die notwendige psychologische Distanz hergestellt, die für die Selbstkontrolle nötig ist.

Fait: Sprich mehr mit dir selbst

Du siehst, es gibt einen einfachen Weg, über den du deine Ziele erreichen kannst: Fang an, Selbstgespräche zu führen. Dabei solltest du aber darauf achten, nicht negativ mit dir selbst zu sprechen, sondern immer positiv. Wichtig dafür: Sprich dich in der zweiten oder dritten Person Singular an, das schafft die nötige Distanz.

Es gibt noch mehr über dich selbst zu erfahren. Beispielsweise enthüllt beim Vorstellungsgespräch deine Kleidung alles über dich. Oder du machst gleich den Big Five-Persönlichkeitstest, der auch bei Personaler:innen sehr beliebt ist. Manchmal reicht es einfach auch, tiefe Entspannung zu erreichen.

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