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Schönste Weltall-Bilder: NASA feiert Abschied des Spitzer-Teleskops

Spitzer-Teleskop: Neugeborene Sterne blicken in diesem Weltall-Bild der Rho-Ophiuchi-Wolke unter ihrer Staubdecke hervor.
Spitzer-Teleskop: Neugeborene Sterne blicken in diesem Weltall-Bild der Rho-Ophiuchi-Wolke unter ihrer Staubdecke hervor.
Foto: NASA/JPL-Caltech/Harvard-Smithsonian CfA

Das Spitzer-Weltraumteleskop wurde 2003 unter dem Namen SIRTF gestartet.

Es ist Teil des Great Observatory Program der NASA.

Ursprünglich lediglich für eine Lebensdauer von fünf Jahren konzipiert, wird das Spitzer-Teleskop nun erst am 30. Januar 2020 abgeschaltet.

Fast 17 Jahre ist es nun her, dass die NASA das Spitzer-Teleskop (SST) am 23. August 2003 ins All schickte. Es startete damals unter dem Namen SIRTF (Space Infrared Telescope Facility) mit Hilfe einer Delta II-7920H-9.5-Rakete von Cape Canaveral aus. Obwohl die Hauptmission des Weltraumteleskops bereits im Mai 2009 endete, konnten noch die beiden kurzwelligen Kanäle der Infrarotkamera IRAC genutzt werden – und sorgten für atemberaubende Weltall-Bider.

YouTube-Video: Spitzer-Teleskop

Weltall-Bilder: Spitzer-Teleskop geht in Rente

Gemeinsam mit dem Hubble Space Telescope, dem Chandra X-Ray Observatory und dem Compton Gamma Ray Observatory gehört das Spitzer-Teleskop zum Great Observatory Program der US-Raumfahrtbehörde NASA. Über die Jahre hinweg konnte das SST nicht nur Erkenntnisse für die Wissenschaft liefern, sondern auch eine gewaltige Fülle an Weltall-Bildern. Die drei schönsten davon haben wir für dich gesammelt.

"Spitzer und Hubble schaffen ein farbenfrohes Meisterwerk"

Dieses Weltall-Bild des Spitzer-Teleskops zeigt dem 1.500 Lichtjahre von der Erde entfernten Orionnebel. Er ist der hellste Punkt im Schwert des Sternbilds Orion. Vier massereiche Sterne, die zusammen als Trapez bezeichnet werden, erscheinen als gelber Fleck in der Nähe des Bildmittelpunktes. Sichtbare und ultraviolette Daten von Hubble erscheinen als grüne Wirbel, die auf das Vorhandensein von Gas hinweisen, das durch die intensive ultraviolette Strahlung der Trapezsterne erhitzt wurde.

"Das ewige Leben des Sternenstaubs"

Die Große Magellansche Wolke, eine Zwerggalaxie, die etwa 160.000 Lichtjahre von der Erde entfernt ist, sieht in diesem Infrarot-Portrait wie ein zerhacktes Staubmeer aus. Die chaotischen, hellen Regionen außerhalb dieses Balkens sind mit heißen, massereichen Sternen gefüllt, die in dicke Staubdecken eingegraben sind. Dies ist eines von vielen Weltall-Bildern des Spitzer-Teleskops aus fast 17 Jahren seiner Aktivität.

"Riesenstern macht Wellen"

Der nur im Infrarotlicht sichtbare Bogenschock wird durch Winde erzeugt, die vom Stern ausgehen und Wellen im umgebenden Staub erzeugen. Zeta Ophiuchi befindet sich etwa 370 Lichtjahre von der Erde entfernt und stellt unsere Sonne in den Schatten: Sie ist etwa sechsmal heißer, achtmal breiter, 20-mal massereicher und etwa 80.000-mal heller als unsere Sonne.

NASA nimmt Abschied vom Spitzer-Teleskop

Als Teil des Great Observatory Program hat das Spitzer-Teleskop über die Jahre hinweg fantastische Weltall-Bilder und Erkenntnisse für die Wissenschaft geliefert. Auch die NASA selbst feiert den Ablauf der Amtszeit des Weltraumteleskops. Hier kannst du all seine Aufnahmen aus dieser Zeit bewundern. Übrigens findest du bei uns auch die schönsten Mars-Bilder der US-Raumfahrtbehörde. Wieder anderes Material dokumentiert Ufo-Sichtungen der US-Navy.