Soziale Distanz, Ausgangsbegrenzung, geschlossene Schulen und Kitas – alles Maßnahmen, mit denen wir uns momentan anfreunden, um die Coronavirus-Ausbreitung einzudämmen. Genau eine Frage beschäftigt sich mit der Verbreitung des Virus: Wie kann es sein, dass die Krankheit in manchen Ländern ein größeres Problem darstellt?

Länder haben unterschiedliche Probleme mit Coronavirus-Ausbreitung

Wenn man sich die weltweite Coronavirus-Ausbreitung anschaut, wird schnell deutlich, dass die Krankheit in manchen Ländern mehr Schaden anrichtet als in anderen. Dabei wird nicht nur der gesundheitliche Aspekt betrachtet, sondern auch die wirtschaftlichen Folgen, die die Pandemie nach sich zieht. Viele fragen sich, wie das möglich sein kann, wo doch der Krankheitsverlauf und auch die Ansteckung immer gleich verläuft.

Eine mögliche Erklärung ist die sogenannte Szenarioanalyse. Dabei handelt es sich um eine Methode, mit denen verschiedene Szenarien modelliert werden, wenn eine bestimmte Situation eintrifft. Die Analysemethode wird oftmals von Unternehmen oder Beamten eingesetzt. Die bekannteste Methode stammt hierfür aus den 1970er Jahren und wurde von Shell entwickelt. Es werden Extrem-Szenarien betrachtet. Dabei geht es aber nicht darum, die Zukunft vorherzusagen, sondern alle Beteiligten sollen ihre eigene Weltanschauung infragestellen. Unternehmen und Beamte sollen dadurch auf Situationen vorbereitet werden, in denen die Dinge nicht nach Plan laufen. Auf diese Weise können sie dann besser reagieren.

Die Pandemie kam nicht unbedingt unerwartet

Genau diese Methode des agilen Denkens wird wohl einigen Ländern auch in der Situation der Coronavirus-Ausbreitung geholfen haben. Sie konnten womöglich früher auf sich verändernde Ereignisse reagieren. Das Covid-19-Virus ist ein Beispiel dafür, dass Situationen eintreffen können, die man sich im Vorfeld niemals so schlimm ausmalen konnte.

Dabei traf die Pandemie nicht einmal völlig unerwartet ein: Epidemiologen geben schon seit Jahrzehnten Warnungen heraus, dass eine Pandemie eines neuartigen Grippestamms unvermeidlich war. SARS, die Schweine- oder Vogelgrippe waren schon erste Hinweise darauf. Sie waren auch schon schwerwiegend, doch noch lange nicht so schlimm wie die Covid-19-Pandemie.

Die Ausbreitung des Virus wurde zu sehr unterschätzt

Es scheint, als hätten die Menschen die Auswirkungen der Coronavirus-Ausbreitung unterschätzt. Es gibt Beratungsunternehmen, die Frühwarndienste für unerwartete Ereignisse anbieten. Doch dürfen diese Szenarien nicht zu weit hergeholt sein, damit die Kunden nicht an der Glaubwürdigkeit zweifeln. Viele Länder, die effektiv auf die Coronavirus-Ausbreitung reagiert haben, befinden sich in Ostasien, wo auch SARS- und die Vogelgrippe-Angst noch sehr präsent ist. Taiwan ergriff frühzeitig Maßnahmen, um den Virus in Schach zu halten. Singapur hielt die Infektionsrate niedrig, indem umfassende Tests durchgeführt wurden und Quarantäne schnell umgesetzt werden konnte.

Coronavirus – Alle wichtigen Infos
Coronavirus – Alle wichtigen Infos

Länder und Unternehmen ziehen hoffentlich ihre Lehre aus der Pandemie, um in Zukunft schneller zu reagieren, wie es beispielsweise der Hersteller des Tools für Videokonferenzen Zoom getan hat. Bildungseinrichtungen und Konzerne sind auf das Konzept angewiesen. Die Premium-Version wird zeitweise kostenlos angeboten. Nach der Pandemie wird das Unternehmen so positiv in Erinnerung bleiben.

Die Szenarioanalyse kann Unternehmen und Personen auf manche Situationen vorbereiten und ihnen helfen sie zu bewältigen, heißt es bei The Next Web. Doch man muss beachten, dass der Zeitpunkt nicht vorausgesagt werden kann und auch psychologische Konsequenzen nicht bekannt sind. Immerhin lassen sich dadurch unerwartete Ereignisse besser überwinden.

Die Coronavirus-Ausbreitung schreitet in manchen Ländern auch schneller voran, als in anderen. Darum unterscheidet sich die Todesrate in den Ländern so enorm. Zukunftsforscher haben sich mit der Welt nach der Pandemie auseinandergesetzt.

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