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ESA's Solar Orbiter nähert sich der Sonne: Bilder in aus bisher nie erreichter Nähe kommen

Bilder von der Sonne wurden noch nie in unmittelbarer Nähe aufgenommen. Der Solar Orbiter der ESA hat genau diese Mission.
Bilder von der Sonne wurden noch nie in unmittelbarer Nähe aufgenommen. Der Solar Orbiter der ESA hat genau diese Mission.
Foto: iStock.com/dottedhippo
Der Solar Orbiter der ESA erreichte das erste Perihel der Sonne. Bilder sollen bald folgen und es werden spektakuläre Aufnahmen erwartet. So nah kam eine Kamera nämlich noch nie an den Hitzeball.

77 Millionen Kilometer Abstand gibt es jetzt zwischen der Raumsonde Solar Orbiter der ESA und der Sonne. Bilder sollen in den nächsten Wochen folgen. Diese Entfernung hört sich zwar sehr weit an, jedoch hat die Sonde schon die Hälfte der Strecke zwischen Erde und Sonne geschafft. Die Erde ist nämlich nochmal etwa 72 Millionen Kilometer von der Sonne entfernt (insgesamt etwa 149 Millionen Kilometer). Die Raumsonde hat also einen enormen Fortschritt gemacht. Doch es geht noch weiter: Weitere 35 Millionen Kilometer soll der Orbiter sich der Sonne nähern. Das ist seine Mission.

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ESA: Solar Orbiter soll Sonnen-Bilder machen

Nun, so schnell wird die Mission dann doch nicht ablaufen. Immerhin brauchte der Solar Orbiter der ESA ganze viereinhalb Monate, um sich der Sonne erstmal anzunähern. Trotzdem werden von der Sonne erste Bilder gemacht. Die Sonde befindet sich allerdings noch am Anfang ihrer Mission und muss nun zunächst ihre Instrumente kalibrieren. Erst in den kommenden Jahren wird die Raumsonde sich der Sonne noch stärker nähern und hautnahe Bilder des Zentralsterns machen. Erste Versuche dürfen wir wohl dennoch schon im Juli beobachten. Noch nie wurden Bilder von der Sonne aus solcher Nähe gemacht.

Es gab schon Raumsonden, die sich der Sonne noch stärker näherten, wie beispielsweise Parker Solar Probe der NASA, jedoch wurden die Vorgänger der Solar Orbiter nicht mit der nötigen Technik ausgestattet, um Bilder der Sonne zu machen. Wie das Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung berichtet, ist es das Ziel der ESA-Raumsonde Solar Orbiter möglichst kleine Strukturen der Sonne abzulichten.

Entscheidende Technik für spektakuläre Bilder

Um die hautnahen und detailreichen Bilder der Sonne möglich zu machen, wurde der Solar Orbiter mit speziellen Instrumenten ausgestattet. Die Raumsonde der ESA muss nämlich unter anderem die ultraviolette Strahlung der Sonne überwinden, um in dieser Nähe arbeiten zu können. Wenn Teleskope auf der Erde wie zum Beispiel das Daniel K. Inouye Solar Telescope auf Hawaii Bilder von der Sonne machen, wird die Strahlung von der Erdatmosphäre absorbiert.

Erste Bilder von der Sonne erwartet die ESA schon sehr bald. Bevor die Aufnahmen des Solar Orbiters der Öffentlichkeit gezeigt werden, müsse man diese erst einmal sorgfältig prozessieren. Bereits die NASA-Sonde machte interessante Entdeckungen der Sonne. Derweil richtete die ESA ihre Aufmerksamkeit auf die Mars-Atmosphäre und machte eine spannende Entdeckung.

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