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Coronavirus: Bill Gates kritisiert Umgang mit lebensrettendem Impfstoff

In Angelegenheiten der Suche nach einem Impfstoff für das Coronavirus sieht Bill Gates ein nicht unwesentliches Problem.
In Angelegenheiten der Suche nach einem Impfstoff für das Coronavirus sieht Bill Gates ein nicht unwesentliches Problem.
Foto: iStock.com/MarianVejcik
Auch im Kampf gegen das Coronavirus hat Bill Gates seine Finger im Spiel. Beim Umgang mit der Entwicklung eines Coronavirus-Impfstoffs sieht er jedoch ein Problem.

Mit der Bill & Melinda Gates Foundation haben der Microsoft-Gründer und seine Frau in den vergangenen Jahren bereits einiges bewirken können. Doch schaltet sich der Milliardär auch im öffentlichen Diskurs immer wieder dazu, um seine Einschätzung abzugeben. Im Fall des Coronavirus-Impfstoffs warnt Bill Gates etwa, die Arzneimittel dürften nicht Höchstbietenden vorbehalten bleiben.

Coronavirus: Bill Gates warnt vor Problemen

"Wenn wir Medikamente und Impfstoffe einfach an die Meistbietenden statt an die Menschen und Orte gehen lassen, wo sie am meisten gebraucht werden, werden wir eine längere, ungerechtere und tödlichere Pandemie haben", sagte Gates im Rahmen einer virtuellen Konferenz zur aktuellen Lage. Tatsächlich braucht es einen massentauglichen Coronavirus-Impfstoff, um die Pandemie einzudämmen.

YouTube-Video: Bill Gates zum Coronavirus-Impfstoff

Weiter erklärt er: "Wir brauchen Führungspersönlichkeiten, die diese harten Entscheidungen über die Verteilung auf der Grundlage von Gerechtigkeit und nicht nur von marktgesteuerten Faktoren treffen." Für seine Empfehlungen zum Coronavirus kann Bill Gates jedoch nicht nur mit Zuspruch rechnen. Gizmodo zufolge sei es ironisch, dass er derjenige ist, der sich zu diesem Thema äußert, wenn man bedenkt, dass Microsoft in der Vergangenheit seine Marktmacht benutzt hat, um Konkurrenten zu vernichten.

Zu bedenken bleibt allerdings, dass es sich bei der aktuellen Situation nicht ausschließlich um einen wirtschaftlichen Wettstreit als solchen handelt. Immerhin steht die gesamte Welt derzeit derselben Krise gegenüber und könnte sie mit Hilfe eines Coronavirus-Impfstoffs überwinden. Herdenimmunität wirkt eben nur in einem gewissen Ausmaß.

Medikamente und Impfstoffe für die USA

Doch spielt bei der Überwindung der Krise nicht nur der Coronavirus-Impfstoff eine wichtige Rolle. "Präsident Trump hat eine erstaunliche Vereinbarung getroffen, um sicherzustellen, dass die Amerikaner Zugang zum ersten zugelassenen Therapeutikum für Covid-19 haben", sagte der Sekretär für Gesundheit und Humandienste, Alex Azar, Ende Juni.

"Im Rahmen des Möglichen wollen wir sicherstellen, dass jeder amerikanische Patient, der Remedesivir benötigt, es bekommen kann. Die Trump-Administration tut alles in unserer Macht stehende, um mehr über lebensrettende Therapeutika für Covid-19 zu erfahren und den Zugang zu diesen Optionen für das amerikanische Volk zu sichern".

Bei Remdesivir handelt es sich um ein Coronavirus-Medikament, das unter anderem bereits in Südkorea zum Einsatz kommt. Es bleibt jedoch abzuwarten, wie mit einem Coronavirus-Impfstoff umgegangen wird und ob sich die Lage weiter zuspitzen wird.

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