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Stress während der Corona-Pandemie: Das kann gefährlich für dich werden

Die Corona-Pandemie kann dir auch zusetzen, wenn du gar nicht selbst erkrankst.
Die Corona-Pandemie kann dir auch zusetzen, wenn du gar nicht selbst erkrankst.
Foto: iStock.com/Wavebreakmedia
Nicht jeder kann mit der Corona-Pandemie ganz locker umgehen. Viele Menschen stresst die aktuelle Situation. Doch das kann Folgen nach sich ziehen.

Eine schlechte Nebenwirkung der Corona-Pandemie ist das Stressgefühl, dass der Virus bei vielen Menschen auslöst. Leider kann sich das negativ auf din Herz auswirken. Mediziner stellen ein häufigeres Aufkommen es Broken-Heart-Syndroms fest. Dies wird nicht nur von den Symptomen eines Herzinfarktes begleitet, sondern kann sich auch auf die Psyche niederschlage.

Corona-Pandemie: Darum bricht sie dir das Herz

Zwar ist es nicht der Virus direkt, der dieses Brocken-Heart-Syndrom auslöst, sondern einfach nur die Sorge um die aktuelle Situation. Die Corona-Pandemie hat unser ganzes Leben auf den Kopf gestellt und greift auf diese Weise das Herz vieler Menschen an. Die Herzinfarkt-ähnlichen Symptome werden durch eine Veränderung am Herzen, einer Stress-Kardiomyopathie, ausgelöst. Diese lösen vor allem die psychische Belastung der Corona-Pandemie aus.

In Stresssituationen wird nicht nur die Psyche beeinflusst, sondern auch dein Körper leidet darunter. Dass es soweit gehen kann, dass dein Herz darunter leidet, wurde in den 1990er Jahren entdeckt. Zunächst sieht es immer nach einem Herzinfarkt aus: Schmerzen in der Brust, Atemnot und vielleicht sogar ein Kreislaufkollaps. Auch ein EKG zeigt Auffälligkeiten. Doch was das Broken-Heart-Syndrom von einem Herzinfarkt unterscheidet, ist eine verformte linke Herzkammer. Das Herz leidet an einem Krampf. Hier kannst du dir alles genau zum Broken-Heart-Syndrom durchlesen.

Die Sorgen nehmen während der Pandemie zu

US-Forscher gingen nun davon aus, dass der Stress durch die Corona-Pandemie bei vielen erhöht sein könnte. Sie wollten wissen, ob sich dadurch die Verbreitung des Broken-Heart-Syndroms erhöht hat. Immerhin sorgen sich Menschen um die eigene Gesundheit, aber auch um die der Familie und Freunde. Hinzu kommen ökonomie und emotionale Probleme. Auch Einsamkeit und Isolation in der Quarantäne können das Stressgefühl fördern.

Die Daten von 258 Patienten wurden im Zeitraum vom 1. März bis 30. April 2020 aus zwei Krankenhäusern in Ohio ausgewählt. Alle klagten über Herzbeschwerden. Von ihnen war niemand an Covid-19 erkrankt. Alle, bei denen ein Broken-Heart-Syndrom diagnostiziert wurde, wurden mit Patienten aus den Vorjahren verglichen, die ähnliche Symptome aufwiesen.

Patienten leiden häufiger unter Herzbeschwerden

Ohne Corona-Pandemie liegt der Anteil der Broken-Heart-Erkrankungen bei 1,5 bis 1,8 Prozent. Die Diagnosen während der Pandemie haben sich deutlich erhöht: 7,8 Prozent der Patienten mit Herzbeschwerden wurden mit einer Stress-Kardiomyopathie diagnostiziert. Das sind viereinhalb Mal mehr Stress-Erkrankungen als sonst. Es zeigte sich auch, dass die Menschen länger brauchten, um sich zu erhohlen. Eine positive Nachricht gab es aber doch: Die Zahl der Todesfälle erhöhte sich nicht.

Erschreckend ist es allerdings, dass du gar nicht erst an Covid-19 erkranken musst, um einen körperlichen Schaden zu erleiden. Der Zustand der Corona-Pandemie allein kann Menschen also schon krank machen. Die Stressbelastung führt dazu, dass der Körper vermehrt Stresshormone wie Cortisol, Adrenalin und Noradrenalin ausschüttet. Diese tragen zur Veränderung des Herzmuskels bei. Daher ist es aktuell umso wichtiger, auf sich selbst zu achten.

Sorgst du dich auch in Zeiten der Corona-Pandemie? Diese fünf Fragen verraten dir, ob Ansteckungsgefahr droht. Atemnot muss nicht gleich eine Infektion bedeuten. Es könnte auch eine Panikattacke sein.

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