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Wahnsinnige Entdeckung: Mehr als 600 Jupiter-Monde könnten existieren

Eine neue Beobachtung legt nahe, dass es nicht nur 79, sondern mehr als 600 Jupiter-Monde geben könnte.
Eine neue Beobachtung legt nahe, dass es nicht nur 79, sondern mehr als 600 Jupiter-Monde geben könnte.
Foto: iStock.com/Zenobillis
Bisher sind 79 Jupiter-Monde bekannt. Eine neue Beobachtung legt jetzt aber nahe, das der Planet Jupiter von mehr als 600 umgeben sein könnte.

79 Jupiter-Monde klingen schon nach sehr viel. Doch offenbar verbergen sich um den Planeten in unserem Sonnensystem noch weit mehr Trabanten. Mehr als 600 Monde könnten den Planeten Jupiter umgeben. Darauf deutet eine neue Entdeckung hin.

Mehr als 600 Jupiter-Monde könnte es geben

Der Planet Jupiter ist ein Ort der Extreme. Er gehört zu dem größten, ältesten und schwersten Planeten in unserem Sonnensystem. Auch die Zahl der Jupiter-Monde kann sich sehen lassen: Bekannt sind bisher ganze 79. Dazu gehören etwa Europa oder Io, aber auch ganz kleine Trabanten. Nun entdeckten Forschende sogar 45 mehr als 800 Meter große Trabanten.

Die 45 neu entdeckten Trabanten zeigen sich auf einem ein Quadratgrad großen Ausschnitt der Umgebung Jupiters. Im Jahr 2019 zeichnete eine 340-Megapixel-Kamera des Canada-France-Hawaii Telescops diesen Ausschnitt auf Hawaii auf. Astronomen der University of British Columbia bearbeiteten die 60 dabei entstandenen Aufnahmen digital nach und werteten sie aus.

Die Forschenden sind sich sicher, dass diese 45 irregulären Monde zum Jupiter gehören. Sollte das stimmen, so könnte der größte Planet des Sonnensystems also noch mehr Monde besitzen. Die Hochrechnung der Wissenschaftler auf Basis ihrer Funde sagt, dass mehr als 600 Jupitermonde existieren könnten.

Jupiter-Monde sind noch nicht offiziell

Obwohl die Forschenden der University of British Columbia 45 Trabanten entdeckt haben, so gelten die Beobachtungen noch nicht als offizielle Entdeckung neuer Jupiter-Monde. "Es braucht viel Zeit für große Teleskope, um zuverlässige Umlaufbahnen für diese sehr kleinen und zahlreichen Monde zu erhalten", erklärt Astronom Scott Sheppard, der an der Studie beteiligt ist. Man müsse außerdem entscheiden, ob das wissenschaftlich wertvoll sei.

Laut des Wissenschaftlers gäbe es keine Pläne für weitere Beobachtungen der neuen Monde: "Es wäre schön, sie zu bestätigen, aber es gibt keine Möglichkeit, sie zu verfolgen, ohne von vorne zu beginnen." Allerdings werfe die Entdeckung um den Planeten Jupiter herum die Frage auf, wie klein ein Objekt sein kann, um immer noch als Mond bezeichnet zu werden. So vergebe die Internationale Astronomische Vereinigung (IAU) Monden keinen offiziellen Namen, die kleiner sind als ein Kilometer.

Weitere spannende Infos um den Jupiter

Kürzlich berichteten wir darüber, dass der Jupiter-Mond Europa einen Polsprung und damit eine heftige Veränderung erlebte. Der Direktor der Sternwarte des Vatikans geht davon aus, dass außerirdisches Leben in Form von biologischen spuren vom Jupiter-Mond Europa ins All geschlossen wird. Auf den Himmelskörpern um den Planeten Jupiter herum herrschen unerklärlich hohe Temperaturen. Und dieses NASA-Bild des größten Planeten im Sonnensystem lässt Forschende rätseln.

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