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Die Erforschung von Exoplanet WASP-189b hat erstaunliche Infos ans Tageslicht gebracht

Die ESA hat durch die Erforschung des Exoplaneten WASP-189b neue und zugleich erstaunliche Informationen gewonnen.

3D-Illustation von einem Exoplaneten mit Exo-Monden umkreist ein Doppelstern-System.
Außerirdisches Leben zu entdecken

Seit Jahren werden die Technologien moderner und dadurch auch die Möglichkeiten größer, um fremde Planeten, weite Sterne et cetera zu erforschen. Die ESA (Europäische Weltraumorganisation) schickte vor rund acht Monaten das Weltraumteleskop CHEOPS auf die Reise. Dabei wurden wichtige und erstaunliche Informationen zum Exoplanet WASP-189b gewonnen.

Die Erforschung von Exoplanet WASP-189b hat erstaunliche Infos ans Tageslicht gebracht

Die ESA hat durch die Erforschung des Exoplaneten WASP-189b neue und zugleich erstaunliche Informationen gewonnen.

Dieser Exoplanet übertrumpft alles andere

Exoplaneten sind keine unerforschten Objekte. Bereits mehrere Exemplare wurden entdeckt, erforscht und die Ergebnisse anschließend publiziert. Und immer wieder kommen seltene und neue Erkenntnisse ans Tageslicht. So auch diesmal: das Weltraumteleskop CHEOPS – eine gemeinsame Mission der ESA und der Schweiz unter der Leitung der Universität Bern in Zusammenarbeit mit der Uni Genf – sammelte Informationen zum Exoplanet WASP-189b und diese überraschten auch die Forscher. CHEOPS soll dabei keine neuen Exoplaneten „suchen“, sondern bereits entdeckte genauer erforschen.

Monika Lendl von der Universität beschrieb die Erkenntnisse wie folgt: „Er ist der hellste heiße Jupiter, den wir vor oder hinter seinem Stern vorüberziehen sehen – das macht das gesamte System wirklich spannend.“ Der Exoplanet WASP-189b ist rund anderthalbmal so groß wie der Jupiter und befindet sich 322 Lichtjahre von unserer Erde entfernt. Für eine Umrundung seines Sternes braucht dieser nur fast drei Tage, da er so nah an diesem ist.

Das Besondere ist die unglaubliche Temperatur

WASP-189b hat eine permante Tagesseite, da dieser für einen Umlauf der eigenen Achse genauso lange braucht, wie für die Umrundung seines Sternes. Aus diesem Grund wird er immer nur von einer Seite bestrahlt, sodass er auch eine permanente Nachtseite hat. Dies wird auch gebundene Rotation genannt. Das Phänomen ist auch hier bekannt: beispielsweise siehst du den Mond immer nur von der gleichen Seite.

Da der Exoplanet kaum die Strahlung seines Sterns reflektiert, sondern den Großteil absorbiert, heizt er sich auf und strahlt auch von selbst. So kommt es auf der Oberfläche zu einer Temperatur von über 3000 Grad Celsius. Auf der anderen Seite hingegen ist der Exoplanet logischerweise deutlich kühler. Bei so hohen Temperaturen schmilzt tatsächlich Eisen. Und nicht nur das: es wird auch gasförmig, was hier auf der Erde in natürlicher Weise nicht möglich ist.

Der Exoplanet WASP-189b ist laut den Erkenntnissen des Weltraumteleskops CHEOPS also ein Sonderfall und mitunter auch sehr speziell. Weil dieser so heiß ist, leuchtet dieser tatsächlich auch von selbst. Ebenfalls interessant: dieser Exoplanet ist unter anderem seiner Sonne zu nahe. Und dieser neue Fund begeistert mitunter Mathematiker.

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