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Planet Venus wurde zur Hölle im Universum: Das ist der Grund dafür

Der Planet Venus war eins so lebensfreundlich wie unsere Erde.
Der Planet Venus war eins so lebensfreundlich wie unsere Erde.
Foto: iStock.com/Aphelleon
Der Planet Venus hätte eigentlich unsere Rettung sein können. Denn einst war diese Ort wie unsere Erde. Forscher haben den Grund für den tödlichen Wandel auf der Venus ermittelt.

Einst war der Planet Venus so wie unsere Erde: ein lebensfreundlicher Planet. Doch nun ist an Leben dort nicht mehr zu denken. Wie sich zeigt, könnte ein anderer Planet aus unserem Sonnensystem dafür verantwortlich sein. Denn der Gasriese Jupiter beeinflusst die Umlaufbahn der jungen Venus. Forscher haben eine Simulation erstellt, die nun einen Beweis für die Verwandlung liefert.

Planet Venus - Der lebensfeindliche Zwilling der Erde
Planet Venus - Der lebensfeindliche Zwilling der Erde

Planet Venus: Darum ist unser Nachbarplanet unbewohnbar

Vor etwa 700 Millionen Jahren war der Planet Venus noch eine lebensfreundliche Welt. Dort gab es Wasser, eine der wichtigsten Voraussetzungen für Leben im Universum. Doch irgendwann ändert sich dies radikal. Die Ozeane verdampften, die Gashülle wurde tödlich und heiß. Auf dem Planeten Venus herrschen Temperaturen um die 460 Grad Celsius. Außerdem ist der atmosphärische Druck 90-mal höher als auf der Erde.

Forscher fragen sich schon lange, woher diese Veränderung kam. Astronomen tippten auf die Zunahme der Sonneneinstrahlung. Doch immer blieb die Frage, wieso es solche drastischen Auswirkungen hatte? Eine andere Theorie tippte auf Vulkanausbrüche auf dem Planeten Venus, welche das Klima und die atmosphärischen Strömungen beeinflussten. Doch nun zeigt eine Simulation, dass vielleicht ein ganz anderer Faktor dafür verantwortlich sein könnte: der Jupiter.

Planetenumlaufbahn hat Einfluss auf das Klima

Ein Forscherteam der University of California hat die Auffälligkeiten der Venus untersucht. Im Vergleich zu den anderen Planeten des Sonnensystems hat die Venus eine geringe orbitale Exzentrizität. Sie verläuft mit einer Abweichung von 0,0006 auf einem fast perfekten Kreis. Unsere Erde im Vergleich hat eine Abweichung von 0,16 und hat daher eine elliptische Bahn. Die orbitale Exzentrizität kann Folgen für das Klima haben, wie Studien zeigen. So lässt sich dies auch bei unserer Erde bemerken. Es gibt Veränderungen in den Jahreszeiten und auch Eiszeiten.

Daher gehen Forscher davon aus, dass auch beim Planeten Venus ein Wandel der Orbitform das Klima beeinflusst haben könnte. Vor rund einer Milliarde Jahre soll die Umlaufbahn des Planeten elliptischer gewesen sein. Die Exzentrizität soll bei 0,3 gelegen haben. Die Form des Orbits könnte ausgeprägte periodische Schwankungen gehabt haben. Für diesen Wandel haben die Astronomen einen Grund gefunden: den Jupiter. Im Lauf seiner Geschichte soll der Gasriese öfter seine Position verändert haben.

Der Jupiter ging auf Wanderschaft

Der Jupiter entstand viermal weiter von der Sonne entfernt, als er sich heute befindet. Früh wanderte er ins Innere des Sonnensystems. Nicht nur den Planeten Venus soll er beeinflusst haben, sondern auch die Erde, den Mars und die anderen Himmelskörper im Inneren. Einige Zeit später driftete der Jupiter wieder nach außen. Zu diesem Zeitpunkt könnte er Einfluss auf die Umlaufbahn des Planeten Venus genommen haben. Das soll dramatische Veränderungen für das Klima gehabt haben. Dadurch soll nämlich fünf Prozent mehr Wasser verdampft sein als zuvor. Schließlich löste dies den Kollaps der Atmosphäre aus, welcher den Treibhauseffekt beschleunigte.

In den letzten Hundert Millionen Jahren hat sich der Orbit der Venus wieder stabilisiert, bis er schließlich kreisförmig geworden ist. Doch von einem bewohnbaren Planeten ist auf der Venus nichts mehr zu bemerken. Die Atmosphäre des Planeten Venus verhält sich auffällig. Forscher haben hierfür eine Erklärung. Könnte es doch außerirdisches Leben auf der Venus geben? Wissenschaftler glauben Hinweise gefunden zu haben.

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