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Tickende Zeitbombe: Dieser Supernova-Stern birgt ein großes Geheimnis

Supernova voraus: So schön dieses Bild mit den zwei Sternen auch aussieht, birgt es ein sehr trauriges Geheimnis.
Supernova voraus: So schön dieses Bild mit den zwei Sternen auch aussieht, birgt es ein sehr trauriges Geheimnis.
Foto: ESO/Callingham et al.
Supernova-Sterne bergen ein fürchterliches Geheimnis. Ein Forscherteam konnte einen genaueren Blick auf einen der mysteriösen Giganten zu erhaschen.

Sterne, die in einer Supernova verenden könnten, sind ungeheuer selten. Trotzdem ist es einem Team von Wissenschaftlern gelungen, einen solchen Giganten zu untersuchen. Der Stern, der auf den Namen Apep hört, ist allerdings ein ganz besonderes Exemplar.

Video: Hubble nimmt Evolution des Sternensystems Eta Carinae auf

Supernovas und Wolf-Rayet-Sterne

Die sogenannten Wolf-Rayet-Sterne sind ungeheuer selten. Von 100 Millionen Sternen kann nur ein einziger in diese Kategorie eingeteilt werden. Bei diesen Objekten handelt es sich um heiße Sterne, die unglaublich hell leuchten und wegen ihrer Größe dazu verdammt sind, eines Tages in einer spektakulären Supernova-Explosion zu enden.

Ein solcher Stern stößt außerdem unter den richtigen Bedingungen große Mengen von Karbonstaub aus. Dieser wird von stellaren Winden verwirbelt und nimmt die absonderlichsten Formen an. Doch keiner der Forscher hätte je von einer Form zu träumen gewagt, wie sie bei diesem Objekt zu sehen ist.

Der untersuchte Wolf-Rayet-Stern wurde vor zwei Jahren von Astronomen der Universität Sydney entdeckt und nach der ägyptischen Schlange Apep auf den Namen der Sagengestalt getauft. Der Stern ist in etwa 8.000 Lichtjahre von der Erde entfernt. "Das Bemerkenswerteste an diesem Sternensystem ist, wie die Erweiterung der wunderschönen Staubspirale und komplett verblüfft hat", sagte Yinuo Han, der seine Forschungen über Apep im Magazin Monthly Notices of the Royal Astronomical Society veröffentlichte.

Der Tod eines Sterns

Das Besondere an dem Sternensystem ist, das es nicht nur aus einem, sondern gleich aus zwei Sternen besteht, die ungefähr die zehn- bis fünfzehnfache Größe unserer Sonne haben. Außerdem sind sie über 100.000-mal heller. Diese zwei Supernova-Sterne umkreisen einander langsam, wobei sie sich ein einen glühenden Schweif aus Karbonstaub einwickeln.

So beeindruckend der Anblick von Apep auch sein mag, so schrecklich ist das Geheimnis, dass der Stern birgt. Wie sein Entdecker von der Universität Sydney Professor Tuthill verriet, ist Apep dazu verdammt, eines Tages in einer gewaltigen Supernova unterzugehen. Laut Tuthill rotiert Apeps Hauptstern rapide um die eigene Achse. Das bedeutet, dass er im Falle einer Supernova einen massiven Gammastrahl verschießen könnte, der andere Planeten schwer beschädigen kann. Glücklicherweise stellt die momentane Rotation der Achse keine Gefahr für die Erde dar.

Wie spektakulär Supernovas aussehen können, zeigen diese Bilder der NASA. Auch das Hubble-Teleskop konnte schon die Überreste eines solchen kosmischen Ereignisses ausmachen.

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